Datum29.12.2025 12:04
Quellewww.zeit.de
TLDRThailand beschuldigt Kambodscha, die kürzlich vereinbarte Waffenruhe nach Grenzkonflikten verletzt zu haben, indem angeblich mehr als 250 Drohnen in thailändisches Gebiet eindrangen. Diese Provokation steht im Widerspruch zur Waffenstillstandsvereinbarung, die nach wochenlangen Kämpfen mit mindestens 47 Toten und der Flucht von rund einer Million Menschen getroffen wurde. Kambodschas Außenminister erklärte, der Vorfall werde untersucht und als "kleines Problem" betrachtet. Beide Seiten streben eine sofortige Lösung des Konflikts an.
InhaltAm Samstag hatten sich Thailand und Kambodscha auf ein Ende von Kämpfen an der Grenze geeinigt. Nun soll Kambodscha den Nachbarn angeblich mit Drohnen attackiert haben. Zwei Tage nach der Einigung auf eine Waffenruhe im Grenzkonflikt zwischen Kambodscha und Thailand hat die thailändische Armee den Streitkräften Kambodschas vorgeworfen, die Kampfpause gebrochen zu haben. "Mehr als 250 Drohnen" seien am Sonntagabend in das Gebiet Thailands eingedrungen, teilte die thailändische Armee mit. Diese "Provokation" sei mit der Einigung auf die Waffenruhe "unvereinbar". Kambodschas Außenminister Prak Sokhonn sagte daraufhin im Staatsfernsehen, beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, den Vorfall zu untersuchen und "sofort zu lösen". Es handle sich um ein "kleines Problem im Zusammenhang mit Drohnenflügen, die von beiden Seiten entlang der Grenzlinie gesehen wurden". Die beiden südostasiatischen Staaten hatten am Samstag nach wochenlangen Gefechten eine sofortige Waffenruhe vereinbart. Die Vereinbarung gilt demnach für alle Arten von Waffen und umfasse jedwede Angriffe auf zivile oder militärische Ziele, hieß es in dem Abkommen. Beide Seiten wollten demnach ihre Truppenbewegungen einstellen und geflüchteten Zivilisten eine schnellstmögliche Rückkehr ermöglichen. Vor den Kämpfen mit mindestens 47 Toten waren auf beiden Seite der Grenze etwa eine Million Menschen geflohen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.