Darts-WM geht ohne Deutsche weiter: Gabriel Clemens und Co. sind raus

Datum29.12.2025 07:23

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Darts-WM verläuft ohne deutsche Spieler, da alle acht Teilnehmer nun ausgeschieden sind. Gabriel Clemens zeigte eine starke Leistung, scheiterte jedoch im dritten Runde gegen Luke Humphries mit 2:4. Arno Merk verlor gegen Michael van Gerwen 1:4. Auch Martin Schindler und Ricardo Pietreczko schieden zuvor aus. Clemens stellte mit einem Average von über 100 Punkten einen deutschen Rekord auf. Der Wettbewerb geht nun in die nächste Runde, während vier deutsche Spieler in der dritten Runde scheiterten.

InhaltAcht Spieler aus Deutschland hatten sich für die Darts-WM qualifiziert, vier waren in die dritte Runde eingezogen, ins Achtelfinale hat es nun aber keiner geschafft. Dabei lief Gabriel Clemens zeitweise zur Höchstform auf. Die Darts-WM geht ohne deutsche Spieler in die heiße Phase. Nach Ricardo Pietreczko und Martin Schindler schieden auch Gabriel Clemens und Arno Merk in der dritten Runde im Londoner Alexandra Palace aus. Clemens musste sich trotz einer leidenschaftlichen Aufholjagd und einem Average-Rekord dem Weltranglistenzweiten Luke Humphries mit 2:4 Sätzen geschlagen geben. Debütant Merk verlor anschließend 1:4 gegen den Niederländer Michael van Gerwen. Humphries nutzte Clemens' Fehler auf die Doppel zu Beginn gnadenlos aus. Der 42-Jährige steigerte sich, auch beim Stand von 0:3 gab er nicht auf. Clemens kam auf 2:3 ran, die Aufholjagd fand jedoch ein abruptes Ende, weil der "German Giant" in den entscheidenden Momenten im sechsten Satz patzte. "Ich bin nicht ganz so gut gestartet, dann war ich ganz gut drin. Aber ich mache die zwei, drei Darts auf die Doppel nicht", sagte Clemens bei Sport1: "Ich habe es leider nicht geschafft. Bei einem 3:3 wäre es nochmal interessant geworden." Insgesamt kam Clemens auf 101,49 Punkte im Schnitt, er spielte als erster Deutscher überhaupt bei einer WM einen Average von über 100 Punkten. Seinen eigenen deutschen Rekord von 99,94 Punkten aus dem Viertelfinalsieg über Gerwyn Price vor drei Jahren überbot der Saarländer damit. Der dreimalige Weltmeister van Gerwen ließ Merk kaum eine Chance. Für den Debütanten aus Peine, der in Runde zwei überraschend Ex-Weltmeister Peter Wright (Schottland) ausgeschaltet hatte, war seine erste Weltmeisterschaft dennoch ein Erfolg. Auch gegen van Gerwen verkaufte sich der Qualifikant teuer. Am Nachmittag war bereits Schindler ausgeschieden. Der Weltranglisten-13. kassierte gegen den Engländer Ryan Searle ein 0:4. Die deutsche Nummer eins gewann nur zwei Legs, die letzten neun gingen allesamt an den im PDC-Ranking sieben Positionen schlechter platzierten Searle. Die Partie war nach knapp 25 Minuten beendet. Schindler wartet somit weiter auf seinen ersten Einzug ins WM-Achtelfinale. Pietreczko hatte am Samstag gegen den überraschend stark aufspielenden schwedischen Qualifikanten Andreas Harrysson mit 2:4 verloren. In Runde zwei war Max Hopp ausgeschieden, zum Auftakt unterlagen Lukas Wenig, Dominik Grüllich und Niko Springer. Mit vier Deutschen in Runde drei war der Rekord aus dem Vorjahr eingestellt worden. Europameister Gian van Veen überzeugte hingegen einmal mehr. Beim 4:1 gegen den Letten Madars Razma wackelte der zweimalige Junioren-Weltmeister aus den Niederlanden nur kurz und zog souverän ins Achtelfinale ein.