»No Kings«: Millionen Menschen protestieren in den USA gegen Donald Trump

Datum18.10.2025 22:31

Quellewww.spiegel.de

TLDRAm Samstag fanden in den USA Massenproteste unter dem Motto "No Kings" gegen Präsident Donald Trump statt. Mehr als 2600 Veranstaltungen in allen 50 Bundesstaaten mobilisierten mehrere Millionen Menschen, die sich gegen Trumps Politik in den Bereichen Einwanderung, Bildung und Sicherheit aussprachen. Die Bewegung, unterstützt von prominenten Demokraten, warnt vor einer autokratischen Tendenz der Regierung. Experten befürchten zudem eine umfassende Überwachung der Demonstranten. Trumps Reaktion war zurückhaltend, während seine Anhänger die Proteste als gewaltanstoßend bezeichneten.

InhaltVon New York bis San Francisco: An mehr als 2600 Orten in den USA haben sich Menschen versammelt, um gegen die Politik der Trump-Regierung zu protestieren. Experten rechnen mit mehreren Millionen Teilnehmern – und warnen vor Überwachung. In den USA haben am Samstag Massenproteste gegen die Politik von Präsident Donald Trump begonnen. Unter dem Motto "No Kings" ("Keine Könige") sind nach Angaben der Organisatoren mehr als 2600 Veranstaltungen in allen 50 Bundesstaaten geplant. Es werden mehrere Millionen Teilnehmende erwartet. Die Proteste richten sich unter anderem gegen Trumps Politik bei den Themen Einwanderung, Bildung und Sicherheit. Die Veranstalter werfen dem Präsidenten vor, die USA in Richtung Autokratie zu führen. In New York versammelten sich bereits am Morgen (Ortszeit) mehrere Hundert Demonstranten im Stadtteil Queens zu Protesten. Die Teilnehmer skandierten unter anderem "Wir lieben unser Land, wir können Trump nicht ausstehen." Wenig später versammelten sich Tausende Menschen am Times Square. Auch aus Boston und Chicago wurden Proteste gegen den Präsidenten gemeldet. In Washington skandierten Tausende Demonstranten "So sieht Demokratie aus" und "Donald Trump muss weg". Sie versammelten sich in der Nähe der National Mall, entlang der sich die Wahrzeichen der Stadt befinden. "Der Präsident glaubt, seine Herrschaft sei absolut. Aber in Amerika haben wir keine Könige", hieß es auf der Webseite der "No Kings"-Bewegung, die rund 300 Organisationen vereint. "Wir werden vor Chaos, Korruption und Grausamkeit nicht zurückweichen." Dana Fisher von der American University in Washington sagte, sie erwarte mit mehr als drei Millionen Teilnehmern die größten Proteste in der jüngeren US-Geschichte. Bereits im Juni hatte es Massendemonstrationen gegeben. Anlass war damals eine Militärparade in Washington zum 250-jährigen Bestehen der US-Armee, die Trump sich gewünscht hatte und die mit seinem 79. Geburtstag zusammenfiel. Die aktuellen Proteste haben außerhalb der USA begonnen: Einige Hundert Demonstranten versammelten sich am Samstag vor der US-Botschaft in London sowie in Madrid und Barcelona. Die Demonstrationen werden von prominenten Demokraten wie Senator Bernie Sanders, der Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und Ex-Außenministerin Hillary Clinton unterstützt. Aus Reihen von Trumps Republikanern wurde den Demokraten und Protestbewegungen wie "No Kings" Anstiftung von Gewalt vorgeworfen – vorwiegend nach der Tötung des Aktivisten und engen Trump-Vertrauten Charlie Kirk im September. Trump selbst äußerte sich zurückhaltend. Dem Sender Fox sagte er: "Sie bezeichnen mich als König – ich bin kein König." Bürgerrechtler sorgen sich unterdessen, dass es bei den Protesten zu einer massiven Überwachung der Teilnehmer kommen könnte. Sie fürchten etwa den Einsatz von der Gesichtserkennung und das Hacken von Mobiltelefonen.