Datum18.10.2025 21:28
Quellewww.spiegel.de
TLDRVor der Küste Jemens ereignete sich eine Explosion auf einem Gastanker, nachdem ein Geschoss eingeschlagen hatte. Zwei Crewmitglieder werden vermisst, während 24 von 26 Mitgliedern bereits gerettet wurden. Die Huthi-Miliz bestreitet jegliche Verantwortung für den Angriff. Der Vorfall fand im Golf von Aden statt, als das Schiff von Oman nach Dschibuti unterwegs war. Die EU-Militärmission Eunavfor Aspides führt die Bergungsmission durch. Der Vorfall könnte im Kontext des Konflikts zwischen Israel und den Huthis sowie der Hamas stehen.
InhaltEin Geschoss hat eine Explosion auf einem Frachtschiff nahe dem Jemen ausgelöst. Die Bergung der Besatzung läuft. Woher der Angriff kam, ist noch unklar – die Huthi-Miliz streitet eine Beteiligung ab. Vor der Küste Jemens kam es nach britischen Angaben zu einer Explosion auf einem Tanker mit Flüssiggas, nachdem dort ein Geschoss eingeschlagen ist. Woher der Beschuss kam, blieb zunächst unklar. Die Huthi-Miliz im Jemen wies die Verantwortung für den Vorfall zurück. Aktuell werden noch zwei Besatzungsmitglieder des Tankers vermisst, wie die in der Region aktive EU-Militärmission Eunavfor Aspides mitteilte. Laut dem britischen Sicherheitsunternehmen Ambrey hatte das Schiff nach dem Vorfall ein Notsignal abgesetzt. Daraufhin begann Eunavfor Aspides eine Bergungsmission, bei der zunächst 24 der 26 Crewmitglieder gerettet werden konnten. Der Bergungseinsatz sei weiter im Gange. Der Vorfall ereignete sich laut Ambrey im Golf von Aden in rund 60 Seemeilen Entfernung von der Stadt Ahwar an der Südküste des Jemen. Der Tanker befand sich nach Angaben der Sicherheitsfirma auf dem Weg vom Oman nach Dschibuti. Die Huthi-Miliz gab an, sie habe "nichts mit diesem Vorfall zu tun", zitierte die Huthi-Nachrichtenagentur Saba eine Militärquelle der Miliz. Seit dem Beginn des Krieges im Gazastreifen vor rund zwei Jahren hatte die von Iran unterstützte Miliz immer wieder Israel mit Raketen und Drohnen angegriffen sowie auch Schiffe attackiert, die sie mit Israel in Verbindung brachten. Dabei handelten die Milizen nach eigenen Angaben aus Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen. Israel reagierte darauf mit Luftangriffen im Jemen, die sich vorwiegend gegen Infrastruktur wie Häfen, Kraftwerke und den internationalen Flughafen der Hauptstadt Sanaa richteten. Inzwischen ist im Krieg zwischen Israel und der mit den Huthis verbündeten, islamistischen Palästinenserorganisation Hamas eine Feuerpause in Kraft getreten.