Jérôme Boateng: Fans protestieren gegen geplante Trainerhospitanz beim FC Bayern

Datum18.10.2025 21:02

Quellewww.spiegel.de

TLDRJérôme Boateng, verurteilt wegen Körperverletzung an seiner Ex-Freundin, plant eine Trainerkarriere und will beim FC Bayern hospitieren. Fans reagieren empört und protestieren mit Parolen gegen die Rückkehr des ehemaligen Spielers. Trainer Vincent Kompany hat Boateng die Möglichkeit angeboten; er hat bereits seine B-Lizenz erworben. Die Proteste sind eine Antwort auf das Urteil des Landgerichts München I. Eine Dokumentation über Boatengs Leben wird am 21. November ausgestrahlt, in der er sich zu den Vorwürfen äußert.

InhaltJérôme Boateng wurde wegen Körperverletzung an seiner Ex-Freundin für schuldig befunden. Nun plant er eine Trainerlaufbahn und will beim FC Bayern hospitieren – zum Unmut zahlreicher Fans. Viele Anhänger des FC Bayern haben sich mit unmissverständlichen Parolen gegen eine Rückkehr von Jérôme Boateng ausgesprochen. Trainer Vincent Kompany hatte dem Weltmeister von 2014 Ende September angeboten, bei den Münchnern zu hospitieren. Boateng will selbst Trainer werden, die B-Lizenz habe er bereits absolviert, die A-Lizenz und der Fußball-Lehrer sollen folgen. Anlass der Proteste der Bayern-Anhänger ist ein aktuelles Urteil des Landgerichts München I vom Juli 2024. Boateng war dabei wegen vorsätzlicher einfacher Körperverletzung an seiner Ex-Freundin für schuldig befunden. Als vorbestraft gilt er gesetzlich aber nicht. Auf Bannern, die die Fans zu Beginn der zweiten Halbzeit entrollten, hatten die Fans unter anderem geschrieben: "Wer dem Täter Raum gibt, trägt seine Schuld mit", "Kein Platz für Charakterschweine" oder "Keine Bühne für Täter". Boateng hatte zu Beginn der Woche berichtet, er habe schon mit Kompany gesprochen. "Ich kann bei Bayern hospitieren und darauf freue ich mich sehr. Wir müssen nur noch den richtigen Zeitpunkt finden", sagte er zur "Sport Bild". Boateng spielte mit Kompany einst zusammen beim Hamburger SV und Manchester City. Für den deutschen Rekordmeister spielte der 37-Jährige von 2011 bis 2021. Bis Sommer stand er beim Linzer ASK unter Vertrag. Das Praktikum in München kann auch als weiterer Versuch von Baoteng gewertet werden, den Weg zurück in die Öffentlichkeit zu finden. Am 21. November wird die Dokumentation "Being Jérôme Boateng" in der ARD erscheinen. Darin soll es um den märchenhaften Aufstieg Boatengs gehen – und um seinen Absturz. In der Ankündigung heißt es, dass er sich in dem Film erstmals selbst ausführlich zu den Vorwürfen äußern will.