Datum27.12.2025 09:49
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer Artikel thematisiert den Film "Hasenjagd – vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen" des Regisseurs Andreas Gruber, der vor 30 Jahren die Mühlviertler Menschenjagd aufgreift, bei der über 400 KZ-Häftlinge von der SS und der lokalen Bevölkerung ermordet wurden. Trotz anfänglicher Widerstände und Desinteresses realisierte Gruber den Film, der 1995 zum erfolgreichsten Kinofilm in Österreich avancierte. Er reflektiert, wie dieses Projekt seinen Blick auf Österreichs NS-Vergangenheit prägte und spricht darüber im Podcast "Inside Austria".
Inhalt"Hasenjagd" erzählte vor 30 Jahren die grausame Geschichte der Mühlviertler Menschenjagd: Mehr als 400 Häftlinge wurden von der SS und Einwohnern ermordet. Regisseur Andreas Gruber berichtet über Widerstände während der Produktion. Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. 1995 kommt ein Spielfilm in die österreichischen Kinos, der eine lange verdrängte Geschichte ins Zentrum rückt. "Hasenjagd – vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen" heißt die Produktion des Regisseurs Andreas Gruber. Zehn Jahre lang hat er dafür recherchiert, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen befragt und um Förderungen gekämpft. Immer wieder wird ihm gesagt: Diese Geschichte interessiere heute niemanden mehr. Gemeint ist eines der schwersten Kriegsverbrechen auf österreichischem Boden. Nach einer Massenflucht aus dem Konzentrationslager Mauthausen werden im Februar 1945 mehr als 400 Häftlinge von der SS und Teilen der lokalen Bevölkerung verfolgt und ermordet – die sogenannte "Mühlviertler Hasenjagd". Gruber entscheidet sich dennoch, den Film zu realisieren. Im Zentrum steht eine jener wenigen Familien, die geflohenen KZ-Häftlingen geholfen haben. Er arbeitet eng mit Überlebenden und ihren Angehörigen zusammen. Der Film wird 1995 zum meistgesehenen Kinofilm des Jahres in Österreich. In dieser Interviewfolge blickt Andreas Gruber auf die Widerstände während der Produktion zurück – und darauf, wie die Arbeit an der "Hasenjagd" nicht nur seine Karriere, sondern auch seinen Blick auf Österreichs Umgang mit der NS-Vergangenheit nachhaltig geprägt hat. Hören Sie jetzt die aktuelle Folge: Sie können "Inside Austria" in allen Podcast-Apps kostenlos hören und abonnieren. Klicken Sie dafür einfach auf den Link zu Ihrer Lieblings-App: Spotify Apple Podcasts Google Podcasts Amazon Music Castbox Overcast Deezer Und abonnieren Sie dann den Podcast, um keine Folge zu verpassen. Wenn Sie lieber eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie dort einfach nach "Inside Austria". Den Link zum RSS-Feed finden Sie hier . Im wöchentlichen Podcast "Inside Austria" blicken der SPIEGEL und der STANDARD gemeinsam auf die großen und kleinen Skandale in Österreich. Zusammen mit Journalistinnen und Journalisten beider Redaktionen rekonstruieren wir politische Abgründe und Ereignisse, die das Land bewegen. Sie haben Themenvorschläge oder Feedback zu unserem Podcast? Schicken Sie eine Mail an: insideaustria@spiegel.de .