Datum18.10.2025 15:43
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Berlin-Steglitz protestierten mehrere Menschen am Bierpinsel gegen den Leerstand von Gebäuden. Sie versuchten, das ungenutzte Bauwerk zu besetzen, verteilten Flugblätter und hängten Transparente auf, die eine gemeinschaftliche Nutzung forderten. Der Protest zielt auf die Kritik an leerstehenden Läden und dem Mangel an nichtkommerziellen Begegnungsorten, während neue Büros entstehen. Die Polizei sperrte die Schildhornstraße während des Einsatzes. Die Protestaktion entstand vor dem Hintergrund des Wohnungsmangels in Berlin.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Leerstand in Berlin“. Lesen Sie jetzt „Polizeieinsatz wegen Protestaktion am Bierpinsel“. Mehrere Menschen haben sich nach Angaben der Polizei am Bierpinsel in der Schloßstraße in Berlin-Steglitz an einer Protestaktion gegen den Leerstand von Häusern beteiligt. Unter anderem hätten sie versucht, das 1976 fertiggestellte Gebäude zu besetzen. Es seien außerdem Flugblätter mit Protest gegen den Wohnungsmangel in Berlin verteilt und mehrere Transparente aufgehängt worden, sagte ein Sprecher der Polizei, die zu einem Einsatz nach Steglitz ausgerückt war. Dafür wurde die Schildhornstraße gesperrt, die in unmittelbarer Nähe des Bierpinsels auf die Schloßstraße führt. Zuvor hatten mehrere Berliner Medien darüber berichtet. Der Bierpinsel ist ein rundlicher, fast 50 Meter Turm auf einer Art Stelze, der derzeit nicht genutzt wird. Nach Angaben des "Tagesspiegel" war "Bierpinsel für alle" auf einem Transparent zu lesen. Auf den Flugblättern werde gefordert, den Bierpinsel gemeinschaftlich zu nutzen. Die Verfasser kritisierten demnach, viele Läden stünden leer, während neue Büros gebaut, aber keine Nachbarschafts- oder Jugendzentren eröffnet würden. Es fehle an nichtkommerziellen Orten der Begegnung. © dpa-infocom, dpa:251018-930-178100/1