Datum18.10.2025 15:26
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie 19. "Internationale Chopin Competition" in Warschau erreicht das Finale, in dem elf Pianisten ab dem 18. Oktober um den Sieg kämpfen. Der Wettbewerb, der seit 1927 alle fünf Jahre stattfindet, zieht Millionen Zuschauer an und wird als "Klavier-Olympiade" bezeichnet. Teilnehmer müssen Videos einreichen, in denen sie Chopins Werke spielen. Die Finalisten kommen hauptsächlich aus Asien, mit Piotr Alexewicz als einzigem polnischen Pianisten. Der Gewinner erhält 60.000 Euro sowie Ruhm und mögliche Plattenverträge.
InhaltIn Warschau geht die 19. "Internationale Chopin Competition" in die letzte Runde – elf Pianisten spielen ab Samstagabend um den Sieg. In der Vergangenheit schalteten sich Millionen Zuschauer weltweit zu. Klavierkonzerte haben normalerweise nicht allzu viele Gemeinsamkeiten mit den Olympischen Spielen. Aber es gibt Veranstaltungen, bei denen die Ähnlichkeit zwischen Sport und Musik in den Vordergrund tritt, in denen es um Vergleichbarkeit und Wettkampf geht, um körperliche und technische Fähigkeiten, um Ruhm, Performance und Preise. Da ist es verständlich, dass die New York Times die "International Chopin Competition" als "Olympiade der Klavier-Welt" bezeichnet. Seit 1927 findet der Wettkampf alle fünf Jahre in Warschau statt, immer rund um den 17. Oktober, den Todestag des polnischen Pianisten. Zuschauen kann man direkt in der Warschauer Philharmonie oder via YouTube ; zum Finale 2024 hätten sich mehr als zehn Millionen Zuschauer zugeschaltet. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Um teilnehmen zu dürfen, müssten sich Pianistinnen und Pianisten mit Videos bewerben, in denen sie sechs Präludien, zwei Etüden, eine Auswahl an Nocturnen und eine Ballade von Chopin spielen. 181 Klavierkünstler seien dieses Jahr angetreten, alle geboren zwischen 1995 und 2009. Die meisten Bewerberinnen und Bewerber kämen aus China, Japan und Südkorea. Unter den elf Finalisten, die am Donnerstag bekannt gegeben wurden, ist Piotr Alexewicz der einzige polnische Pianist. Vom 18. bis zum 20 Oktober werden die elf jeweils ab 18 Uhr abends zum letzten Mal die Möglichkeit haben, die 17-köpfige Jury zu beeindrucken. Die Bewertung wird auf einer Skala von 1 bis 25 abgegeben. Den Gewinnenden winken 60.000 Euro, potenzielle Plattenverträge, Ruhm und Ehre. Zu den Siegern der vergangenen Jahre gehörten unter anderem Maurizio Pollini, Martha Argerich und Krystian Zimerman.