Datum25.12.2025 13:13
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Grünen fordern eine verpflichtende Preisvergleich-App für Supermärkte, um Verbrauchern die Suche nach günstigen Lebensmitteln zu erleichtern. Diese App soll Echtzeitpreise aller großen Supermarktketten anzeigen, während kleinere Supermärkte freiwillig teilnehmen können. Fraktionschefin Katharina Dröge betont, dass solche Informationen den Verbrauchern helfen, sich gegen die Preismacht der großen Ketten zu wehren. Aktuell sind solche Apps nicht verpflichtend, und eine umfassende Preisübersicht fehlt. Dröge fordert zudem Transparenz bei Änderungen der Packungsgrößen.
InhaltUm Verbrauchern die Suche nach günstigen Lebensmitteln zu erleichtern, fordern die Grünen eine verpflichtende Vergleichs-App für die großen Supermarktketten. Dort sollen alle Preise in Echtzeit abrufbar sein. Welcher Supermarkt bietet die günstigsten Preise für Lebensmittel? Wenn es nach den Grünen im Bundestag geht, sollen Verbraucher künftig per App die preiswertesten Lebensmittel finden können. Alle großen Supermarktketten sollen demnach ihre Daten dafür zur Verfügung stellen müssen. "Die großen Supermärkte wären zur Teilnahme an der App verpflichtet, die Kleinen könnten freiwillig mitmachen. Die Märkte müssten die Preise melden und Änderungen in Echtzeit dort abbilden", sagte Fraktionschefin Katharina Dröge der Nachrichtenagentur dpa. "Wenn die Verbraucher sich informieren können, haben sie der Macht der großen Ketten mehr entgegenzusetzen." Entsprechende Apps gibt es bereits, sie sind aber für Supermärkte nicht verpflichtend, und es gibt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Kundinnen und Kunden geben den Anbietern damit außerdem Einblick in ihr Einkaufsverhalten. Auf Änderungen der Packungsgröße sollten Kundinnen und Kunden gezielt hingewiesen werden, sagte Dröge. Preise können Verbraucher heute schon über gesetzlich vorgeschriebene Schildchen, die meist am Supermarktregal hängen, vergleichen: Dort steht, wie viel 100 Gramm oder 100 Milliliter beziehungsweise ein Kilogramm oder ein Liter eines Produkts kosten. Verbraucherbildung sei wichtig, räumte Dröge dazu ein. "Aber es sollte nicht jeder top gebildet und informiert sein müssen, um sich gegen unfaire Preise wehren zu können. So eine App ist etwas Niedrigschwelliges."