Datum25.12.2025 11:00
Quellewww.zeit.de
TLDRSachsens Zoos planen für 2024 umfangreiche Investitionen, während die Eintrittspreise in den meisten Fällen stabil bleiben sollen. Der Leipziger Zoo hebt jedoch die Preise an, um gestiegene Kosten zu decken, und investiert 18 Millionen Euro in neue Lebensräume für Tiere, darunter begehbare Großvolieren und die Erlebniswelt Feuerland. In Dresden sind keine Preiserhöhungen vorgesehen, jedoch sind Investitionen für die Giraffen- und Zebraanlage geplant. Auch Görlitz und Chemnitz bleiben bei ihren Preisen stabil, mit kleineren Investitionen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tierparks“. Lesen Sie jetzt „Sachsens Zoos investieren Millionen – Preise meist stabil“. Die sächsischen Zoos wollen im kommenden Jahr kräftig investieren. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Zoos und Tierparks in Leipzig, Dresden, Chemnitz und Görlitz hervor. Trotzdem sollen in den meisten Fällen die Preise stabil bleiben. Lediglich in Leipzig müssen Zoobesucher im kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen. "Die steigenden Kosten des Zoos mit Blick auf die Preisentwicklungen vor allem im Bereich Personal, Energie und Futter sowie die Investitionskosten machen im neuen Jahr eine Anpassung der Eintrittspreise notwendig", hieße es. Ab dem 1. Januar 2026 kosten die Jahreskarten im Leipziger Zoo für Erwachsene 97 Euro (plus 7 Euro), Kinder zahlen dann 64 Euro (plus 6 Euro) und Familien 250 Euro (plus 15 Euro). Der Preis für die Tageskarte erhöht sich für Kinder um 2 Euro auf 17 Euro und für Erwachsene um 3 Euro auf 26 Euro. Die Familienkarte kostet dann 69 Euro (plus 8 Euro). Im kommenden Jahr will der Zoo nach eigenen Angaben 18 Millionen Euro investieren. Verschiedene Tierarten würden neue, artgemäße Lebensräume erhalten. Schon im Frühjahr sollen begehbare Großvolieren für Aras und Loris öffnen, womit der Flugraum für die Besucher unmittelbar erlebbar werde, hieß es. Zudem sei geplant, die Erlebniswelt Feuerland mit Seelöwen und Pinguinen im Jahresverlauf zu eröffnen. In Dresden sind im kommenden Jahr dagegen keine Preiserhöhungen vorgesehen, wie eine Sprecherin des Zoos mitteilte. Die letzte Anpassung hatte es demnach zum 1. Juli 2024 gegeben. Im Jahr 2026 soll die Giraffen- und Zebraanlage erweitern werden. Dafür müsse das baufällige und dauerhaft geschlossene Terrarium abgerissen werden. Für den Abriss und Erweiterung der Anlage will der Zoo Dresden nach eigenen Angaben 420.000 Euro investieren. 300.000 Euro stelle der Förderverein Zoofreunde Dresden zur Verfügung, der Rest werde über Spenden finanziert. Im Naturschutz-Tierpark Görlitz ist der Bau einer neuen Bärenanlage geplant, wie dieser auf Anfrage mitteilte. Diese werde im Rahmen von Fördergeldern finanziert. Die Investitionssumme dafür belaufe sich auf 2,6 Millionen Euro. Die Preise sollen nicht steigen. "Als Tierpark möchten wir unseren Besuchern entgegenkommen und vielen Menschen einen Besuch ermöglichen", hieß es. Auch in Chemnitz sollen die Preise stabil bleiben. Die Investitionen sind überschaubar und sind im Haushaltsplan mit 21.095 Euro angegeben, wie der Tierpark angab. Damit sollen defekte Wegbeleuchtungen ausgetauscht und erneuert werden. Zusätzlich seien gut 1.000 Euro eingeplant, um die technischen Sicherheitseinrichtung im Kassensystem des Tierparks auszutauschen. Der Zoo in Hoyerswerda konnte zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben zu Investitionen oder Preiserhöhungen für das kommende Jahr machen. © dpa-infocom, dpa:251225-930-465693/1