Datum25.12.2025 10:00
Quellewww.zeit.de
TLDRBischof Michael Gerber warnte in seiner Weihnachts-Predigt vor Ideologien, die den Menschen aus den Augen verlieren. Er betonte, dass große Ideen des 20. Jahrhunderts oft schreckliche Folgen für Einzelne hatten. Gerber erklärte, dass Gott nicht als Idee, sondern in der Gestalt eines konkreten Menschen, dem Kind von Bethlehem, erscheint. Weihnachten sei somit nicht nur das Fest der Menschwerdung Gottes, sondern auch der fortwährenden Menschwerdung des Menschen, was angesichts zunehmender Entmenschlichung besonders wichtig sei.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Erster Weihnachtsfeiertag“. Lesen Sie jetzt „Bischof Gerber warnt vor Ideologien ohne Menschlichkeit“. Der Fuldaer Bischof Michael Gerber hat in seiner Predigt zum ersten Weihnachtsfeiertag vor der Gefahr großer Ideen und Weltdeutungen gewarnt, wenn sie den Blick für den konkreten Menschen verlieren. "Die großen Ideologien des 20. Jahrhunderts haben uns gezeigt, dass das Streben nach einer vermeintlich großen Idee furchtbare Folgen haben kann für jene Menschen, die dieser Idee im Weg zu stehen scheinen", erklärte er laut einer Mitteilung des Bistums. Gott erscheine nicht als eine Idee, erklärte der Bischof. "Gott zeigt sich uns in der Gestalt eines Menschen, in der Gestalt eines ganz konkreten Menschen, in der Gestalt des Kindes von Bethlehem." Die letztgültige Orientierung, die der christliche Glaube dem Menschen gibt, sei daher keine Idee, "sondern ein konkreter Mensch". Gerber deutete Weihnachten nicht nur als Fest der Menschwerdung Gottes, sondern zugleich als Fest der Menschwerdung des Menschen, hieß es in der Bistumsmitteilung. Auch wenn Menschen von Anfang an Mensch seien, bleibe Menschwerdung ein lebenslanger Prozess, sagte er. "Gerade dieses Bewusstsein müssen wir stärken angesichts von so vielen Vorgängen auf dieser Welt, für die das Wort von der Entmenschlichung passt." © dpa-infocom, dpa:251225-930-465521/1