Mads Mikkelsen: Frisur für Filmrolle nicht förderlich für Sexleben

Datum24.12.2025 13:20

Quellewww.spiegel.de

TLDRMads Mikkelsen spielt in der neuen schwarzen Komödie "Therapie für Wikinger" von Anders Thomas Jensen den jüngeren Bruder Manfred, der mit seiner dissoziativen Identitätsstörung ringt und sich als John Lennon sieht. Für die Rolle musste er zwei Monate eine Dauerwelle tragen, was negative Auswirkungen auf sein Sexleben hatte. Der Film, der an Weihnachten erscheint, wurde bereits auf den Filmfestspielen in Venedig positiv aufgenommen, obwohl die Handlung zunehmend absurd wird. Es ist die sechste Zusammenarbeit zwischen Mikkelsen und Jensen.

InhaltWeil er beim Dreh wie ein berühmter Musiker aussehen sollte, musste der dänische Schauspieler Mads Mikkelsen Dauerwelle tragen. Das hatte unerwarteten Folgen. Ältere Brüder können ganz schön anstrengend sein. Vor allem, wenn sie wegen eines Raubüberfalls 15 Jahre ins Gefängnis mussten und jetzt endlich an die Beute wollen. Und man selbst derjenige ist, der das Geld versteckt hat. Das ist die Ausgangslage von "Therapie für Wikinger", dem neuen Film des dänischen Regisseurs Anders Thomas Jensen, der an Weihnachten ins Kino kommt: keiner der üblichen Skandinavien-Krimis, sondern eine sehr schwarze Komödie. Manfred, der jüngere Bruder, wird von Mads Mikkelsen gespielt. Dänemarks bekanntester Schauspieler war selbst schon oft der Bösewicht wie im James-Bond-Film "Casino Royale" oder in "Indiana Jones und das Rad des Schicksals". Mikkelsen und Jensen haben gemeinsam schwarze Komödien wie "Dänische Delikatessen" oder "Men & Chicken" gedreht, die bei vielen Filmfans Kultstatus haben. Für Mikkelsen, inzwischen 60, ist es bereits die sechste Zusammenarbeit mit Jensen. Das heißt: Bislang war er in jedem Film seines Landsmanns dabei. "Für mich ist das immer wie nach Hause kommen." Es wirkt, als hätten die alten Kumpels bei den Dreharbeiten wieder Spaß gehabt – abgesehen davon, dass Mikkelsen zwei Monate lang eine Dauerwelle tragen musste. "Das war gut für die Rolle, aber nicht für mein Sexleben", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. In seiner Rolle als Manfred hat eine sogenannte dissoziative Identitätsstörung: Er ist auf dem Entwicklungsstand eines Fünfjährigen hängen geblieben und will ein anderer sein – der Beatle John Lennon. Die Lennon-Figur trägt Dauerwelle, und die anderen Bandmitglieder sind auch nicht gerade einfach. Der Film hatte im Sommer bei den Filmfestspielen in Venedig Premiere. Die Kritiken waren überwiegend gut, auch wenn die Handlung im Lauf von fast zwei Stunden immer absurder und überdrehter wird.