Migration: Neues Ankunftszentrum für Geflüchtete geplant

Datum24.12.2025 08:00

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Thüringen ist ein neues Ankunftszentrum für Geflüchtete geplant, das die bisherige Landeserstaufnahme in Suhl ablösen soll. Migrationsministerin Beate Meißner kündigte ein neues Konzept für die Erstaufnahme an, mit einem zentralen Standort und mehreren kleineren Unterkünften. Der Mietvertrag für Suhl wurde zum November gekündigt. Die Kapazität des neuen Zentrums wird geringer sein, um aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Details zu Standort und Gebäude sind noch offen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Migration“. Lesen Sie jetzt „Neues Ankunftszentrum für Geflüchtete geplant“. In Thüringen soll ein neues Ankunftszentrum für Geflüchtete entstehen und damit die bisherige Landeserstaufnahme in Suhl ablösen. Die Landesregierung will in den kommenden Monaten ein neues Konzept für die Erstaufnahme von Geflüchteten in Thüringen vorstellen, kündigte Migrationsministerin Beate Meißner im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt an. Geplant sind ein zentraler Standort und mehrere kleinere.  Wo die Unterkünfte entstehen, will Meißner zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. "Ich stehe mit in Frage kommenden Kommunen im Gespräch", sagte die CDU-Politikerin. Der Mietvertrag für die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl wurde zum November gekündigt, sie soll bis November 2026 leergezogen werden. "In dieser Zeit werden wir die Erstaufnahme in Thüringen neu regeln", sagte Meißner.  Neben der Erstaufnahme in Suhl unterhält das Land auch Unterkünfte in Eisenberg und in Gera. "Bis das Ankunftszentrum dann soweit ist, werden wir die schon noch brauchen", so die Ministerin. Die Zahl der Flüchtlinge in den Unterkünften des Landes war in den vergangenen Monaten stark gesunken. Laut Meißner waren Mitte Dezember in den Landesunterkünften inklusive der großen Erstaufnahme in Suhl 274 Menschen untergebracht. Zum Vergleich: Mitte Dezember 2023 waren in den Thüringer Landesunterkünften rund 2.300 Menschen untergebracht, die Unterbringung in Suhl galt damals mit mehr als 1.400 Menschen als überbelegt. Meißner machte deutlich, dass das neue Ankunftszentrum weniger Kapazität haben wird als die bisherige Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl. "Wir werden aus den Fehlern von Suhl lernen und deshalb auf keinen Fall wieder eine derartige Größenordnung an einem Standort vorhalten." Details ließ sie offen - beispielsweise auch, ob es einen Neubau geben wird oder ein bestehendes Gebäude für das Ankunftszentrum genutzt werden soll. © dpa-infocom, dpa:251224-930-463808/1