Datum24.12.2025 04:30
Quellewww.zeit.de
TLDRSeit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes vor einem Jahr haben Hunderte Niedersachsen ihren Geschlechtseintrag geändert. In Städten wie Salzgitter, Göttingen und Wolfsburg wurden zahlreiche Anträge eingereicht, häufig von "männlich" zu "weiblich" und umgekehrt. Das Gesetz erlaubt Änderungen ohne erforderliche Gutachten oder ärztliche Bescheinigungen. Bis Ende Oktober 2023 haben bundesweit rund 22.000 Menschen ihren Eintrag aktualisiert, wobei die Regelungen insbesondere transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und nicht-binäre Personen betreffen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Geschlechtseintrag“. Lesen Sie jetzt „Hunderte Niedersachsen ändern ihren Geschlechtseintrag“. Hunderte Menschen haben seit dem Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes vor gut einem Jahr in Niedersachsen ihren Geschlechtseintrag geändert. In Salzgitter waren es nach Angaben der Stadt beispielsweise 69 Menschen. In Göttingen waren es 164 Menschen. 72 Menschen in Wolfsburg änderten ihren Eintrag bis Ende Oktober dieses Jahres. Der Eintrag kann in "männlich", "weiblich" und "divers" geändert werden. Außerdem können Menschen die Option "keine Angabe" im Geschlechtereintrag auswählen oder diesen ganz streichen. In Hannover wurden 352 Anträge auf eine Änderung des Geschlechtseintrags aufgenommen. In Göttingen waren es 164, in Osnabrück 124 und in Wolfsburg 171. Die meisten Änderungen in den großen Städten in Niedersachsen waren demnach von "männlich" zu "weiblich" und andersherum. Das seit dem 1. November 2024 geltende Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) regelt, dass man seinen Geschlechtseintrag und Vornamen per Erklärung imPersonenstandsregister ändern lassen kann - ohne Gutachten, ärztlicheBescheinigungen oder richterliche Beschlüsse. Die Erleichterungenbetreffen vor allem transgeschlechtliche, intergeschlechtliche undnicht binäre Menschen. Seitdem das neue Gesetz gilt, haben bundesweit 22.000 Menschen ihren Eintrag ändern lassen. © dpa-infocom, dpa:251224-930-463507/1