Datum23.12.2025 21:03
Quellewww.zeit.de
TLDRNach dem Start in Ankara verlor ein Flugzeug mit dem libyschen Generalstabschef Mohammed al-Haddad nach 40 Minuten den Kontakt. Die Maschine war auf dem Weg nach Tripolis und eine Notlandemeldung war zuvor eingegangen. Die Türkei hat den Luftraum über Ankara gesperrt. Auf der Maschine befanden sich neben al-Haddad auch ranghohe Militärs, die der umstrittenen Dbaiba-Regierung angehören. Libyen ist seit Jahren durch den Bürgerkrieg und rivalisierende Regierungshälften gespalten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Luftfahrt“. Lesen Sie jetzt „Türkei: Kontakt zu Flieger mit libyschem General verloren“. Kurz nach dem Start in Ankara ist der Kontakt zu einem Flugzeug auf dem Weg nach Tripolis verloren gegangen. Unter den fünf Insassen sei auch der libysche Generalstabschef Mohammed al-Haddad gewesen, teilte der türkische Innenminister Ali Yerlikaya auf X mit. Der Kontakt zu dem Flugzeug vom Typ Falcon 50 sei etwa nach 40 Minuten Flugzeit abgebrochen. Zuvor sei eine Notlandemeldung eingegangen. Türkischen Medienberichten zufolge wurde der Luftraum über Ankara für Flüge gesperrt. Ob das Flugzeug abgestürzt ist, ist unklar. Libyschen Medienberichten zufolge waren neben Generalstabschef al-Haddad auch dessen Berater und weitere ranghohe Militärs an Board der Maschine. Sie gehören der Regierung von Ministerpräsident Abdel Hamid Dbaiba mit Sitz in Tripolis an, die mit der Regierung in Ost-Libyen verfeindet ist. Al-Haddad war zu einem offiziellen Treffen in der Türkei gewesen, wie türkische und libysche Medien berichteten. Die Türkei gilt als wichtigster Unterstützer der Regierung in Tripolis. In Libyen tobte nach dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011 viele Jahre ein Bürgerkrieg. Heute ist das nordafrikanische Land, in dem Milizen und ausländische Staaten weiter um Macht und Ressourcen ringen, faktisch gespalten. Im Westen sitzt die Dbaiba-Regierung, im Osten die verfeindete Regierung von Ministerpräsident Osama Hammad, die vom abtrünnigen General Chalifa Haftar sowie von Russland unterstützt wird. © dpa-infocom, dpa:251223-930-463097/1