Weihnachtsbräuche: Schilfgestalten läuten alte Weihnachtstradition ein

Datum23.12.2025 19:42

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Gethles (Kreis Hildburghausen) wurde die Weihnachtszeit mit dem traditionellen Brauch der Herrschekloese eingeläutet. Verhüllte junge Männer in Schilf und maskierten Hexen, die Gaben an Kinder verteilten, zogen durch das Dorf. Dieser Brauch, der auf Rituale zur Vertreibung böser Geister zurückgeht und bis ins 13. Jahrhundert reicht, wird jährlich am 23. Dezember gefeiert. Der örtliche Herrschekloeseverein organisiert das Event und wahrt somit ein wichtiges Stück regionaler Volkskultur.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Weihnachtsbräuche“. Lesen Sie jetzt „Schilfgestalten läuten alte Weihnachtstradition ein“. Mit lautem Schellen, Peitschenknallen und geheimnisvollen Schilfgestalten ist in Gethles (Kreis Hildburghausen) Weihnachten eingeläutet worden. Gänzlich in Schilf eingebunden und mit Masken verhüllt zogen die sogenannten Herrschekloese durch das Dorf. Sie erinnerten damit an alte winterliche Rituale, mit denen einst böse Geister vertrieben werden sollten.  Die Herrschekloese - verhüllte junge Männer mit großen Hüten - werden von den "Hollen" begleitet. Diese Hexengestalten mit einem Korb voll Süßigkeiten verteilen kleine Gaben an Kinder. Zahlreiche Schaulustige verfolgten am Abend das eindrucksvolle Spektakel.  Der Brauch wird jedes Jahr am 23. Dezember begangen. Er gehört zu den ältesten Traditionen der Region und hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Die Ursprünge lassen sich bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen.  In Südthüringen war es früher in mehreren Orten üblich, dass in der Adventszeit verkleidete wilde Männer mit Peitschen und Schellen umherzogen. Das Fest in Gethes wird vom örtlichen Herrschekloeseverein organisiert, der damit ein lebendiges Stück regionaler Volkskultur pflegt. © dpa-infocom, dpa:251223-930-463045/1