Datum23.12.2025 13:30
Quellewww.zeit.de
TLDREine neue Aufbereitungsanlage soll die Umweltverschmutzung durch jahrzehntlichen Austritt von mit Schwermetallen belastetem Wasser aus dem Burgfeyer Stollen in Mechernich stoppen. Jährlich gelangen etwa zehn Millionen Kubikmeter verschmutztes Wasser über den Veybach in die Erft und den Rhein, wobei mehr als 50 Tonnen Schwermetalle in die Nordsee fließen. NRWs Umweltministerium und der Erftverband kündigen den Beginn der Arbeiten an, um eine "historische Umweltsünde" zu beseitigen. Minister Krischer betont die Bedeutung dieser Maßnahme.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Historische Umweltsünde“. Lesen Sie jetzt „Giftbremse für Erft, Rhein und Nordsee“. Mit einer Giftbremse für die Erft, den Rhein und die Nordsee soll einer historischen Umweltsünde begegnet werden. Als Folge des längst eingestellten Bergbaus treten aus dem Burgfeyer Stollen bei Mechernich in der Eifel jährlich etwa zehn Millionen Kubikmeter mit Schwermetallen belastetes Wasser aus, die über den Veybach in die Erft und in den Rhein fließen, teilte das NRW-Umweltministerium mit. Dadurch gelangten seit Jahrzehnten mehr als 50 Tonnen Schwermetalle pro Jahr in die Nordsee. Das Land finanziert nun eine Anlage, die die Belastung des Wassers minimiert. Der Erftverband habe mit den Arbeiten begonnen und stelle am 7. Januar den künftigen Standort vor. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und NRW-Umweltminister Oliver Krischer (beide Grüne) wollen dann vor Ort sein. Quelle des Giftstroms ist ein altes Bleibergwerk. Das Wasser aus dem 7,5 Kilometer langen Entwässerungsstollen im Mechernicher Bleiberg läuft in den Veybach und von da aus über die Erft in den Rhein. Mit der Aufbereitungsanlage sollen die Schwermetalle aus dem Stollen zurückgehalten werden. Während das Land die Finanzierung sicherstellen will, sind Planung, Bau und Betrieb der Anlage durch den Erftverband vorgesehen. "Damit drehen wir einer historischen Umweltsünde den Hahn ab", hatte Umweltminister Krischer vor einem Jahr angekündigt. Der Bergbau bei Mechernich reichte von der Römerzeit bis in die 1950er-Jahre. © dpa-infocom, dpa:251223-930-461448/1