Tiere: Zusammenstöße mit Wölfen: Mehr als 35 Tiere überfahren

Datum22.12.2025 14:05

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Brandenburg wurden in diesem Jahr über 35 Wölfe im Straßenverkehr getötet, wie eine Statistik des Landesamts für Umwelt zeigt. Zuletzt gab es Zusammenstöße in Oberspreewald-Lausitz und Teltow-Fläming. Der Hauptgrund für Wolfstote bleibt der Verkehr; illegale Tötungen sind bisher nicht dokumentiert. Die Bundesregierung plant, den Schutzstatus der Wölfe zu senken und sie ins Jagdrecht aufzunehmen. Derzeit gibt es mehr als 1.600 Wölfe in Deutschland, vor allem in Brandenburg und Niedersachsen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tiere“. Lesen Sie jetzt „Zusammenstöße mit Wölfen: Mehr als 35 Tiere überfahren“. Mehr als 35 Wölfe sind in diesem Jahr im Straßenverkehr in Brandenburg gestorben. Das geht aus einer Statistik des Landesamtes für Umwelt hervor. Erst am Montagmorgen lief ein Wolf zwischen den Orten Allmosen und Großräschen (Kreis Oberspreewald-Lausitz) vor ein Auto, wie die Polizei mitteilte. Am Wochenende stieß ein Fahrzeug bei der Gemeinde Nuthe-Urstromtal (Kreis Teltow-Fläming) mit einem Wolf zusammen. Beide Tiere starben. Die Fahrzeuge blieben fahrbereit, wie es hieß. Die Statistik des Landesumweltamtes, die laut Behörde bis etwa Mitte Dezember aktuell ist, weist 35 tote Wölfe aus, die 2025 durch Unfälle im Straßenverkehr umkamen. So viele wurden auch im gesamten Jahr 2024 registriert.  Bei illegalen Tötungen ist in der Statistik bislang kein Fall ausgewiesen. Allerdings ist die Erfassung auch noch nicht abgeschlossen. Zum Vergleich: 2024 wurden laut Umweltamt sieben Wölfe verbotenerweise getötet. Artenschützer beklagen immer wieder illegale Abschüsse.  Die häufigste Todesursache für Wölfe bleibt aber bei weitem der Verkehr. Tiere sterben auf natürliche Weise und durch Krankheiten. Wenige sogenannte Problemwölfe, die durch Nutztierrisse Schaden anrichten, dürfen auch per Ausnahmegenehmigung geschossen werden.  Die Bundesregierung und auch das Land Brandenburg wollen aber die Hürden für Abschüsse von Wölfen zum Schutz von Weidetieren senken. Wölfe sollen ins Jagdrecht aufgenommen werden, der Schutzstatus soll von "streng geschützt" auf "geschützt" gesenkt werden.  Laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes gab es zuletzt mehr als 1.600 Wölfe in Deutschland. Jagdverbände gehen von höheren Zahlen aus. Die meisten Wolfsterritorien gibt es in Brandenburg und Niedersachsen. © dpa-infocom, dpa:251222-930-457339/1