Datum18.10.2025 05:00
Quellewww.zeit.de
TLDREine YouGov-Umfrage zeigt, dass 79 Prozent der Deutschen den Abschuss illegaler Drohnen, insbesondere über Flughäfen, unterstützen. Während nur 6 Prozent dagegen sind, äußern 69 Prozent Besorgnis über die Drohnensichtungen. Die Bundesregierung plant eine Verbesserung der Drohnenabwehr, einschließlich einer neuen Einheit der Bundespolizei. Zudem vermuten viele, dass Russland hinter den Drohnenaktivitäten steckt, was von Kanzler Friedrich Merz geäußert wurde. Moskau hat diese Vorwürfe jedoch zurückgewiesen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Drohnensichtungen“. Lesen Sie jetzt „Umfrage: 79 Prozent für Abschuss illegaler Drohnen“. Eine weite Mehrheit der Menschen in Deutschland hält laut einer aktuellen YouGov-Umfrage einen Abschuss illegaler Drohnen etwa über Flughäfen für sinnvoll. 79 Prozent der Befragten sind dafür oder eher dafür, dass die Flugkörper abgeschossen werden dürfen, wie aus der Befragung im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Nur 6 Prozent sprechen sich (eher) gegen einen möglichen Abschuss aus. Die Bundesregierung hat nach Drohnensichtungen und Sperrungen von Flughäfen auch in Deutschland ihre Pläne für eine verbesserte Drohnenabwehr zuletzt konkretisiert: Noch in diesem Jahr sollen die Spezialeinheiten der Bundespolizei um eine Drohnenabwehreinheit ergänzt werden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) pocht zudem auf eine Gesetzesänderung, damit die Bundeswehr etwa bei Sichtungen militärischer Drohnen im Inland Amtshilfe leisten darf. Mehr als zwei Drittel der Befragten geben in der Umfrage an, grundsätzlich mit Sorge auf die jüngsten Drohnensichtungen zu blicken (69 Prozent). 14 Prozent zeigen sich unbesorgt, weitere 15 Prozent sind nach eigenen Angaben in der Frage neutral. Auch wenn die Herkunft von Drohnen etwa über dem Flughafen München bisher offiziell nicht bekannt ist, vermutet etwa Kanzler Friedrich Merz (CDU) Russland hinter den Aktionen. Dieser Einschätzung schließen sich mehr als die Hälfte der befragten Menschen in der Umfrage an, die Russlands Beteiligung für eher oder sehr wahrscheinlich (58 Prozent) halten. 19 Prozent finden dies dagegen eher oder sehr unwahrscheinlich. Moskau hat die Vorwürfe bislang zurückgewiesen. © dpa-infocom, dpa:251018-930-176878/1