Datum18.10.2025 04:50
Quellewww.spiegel.de
TLDRDonald Trump hat die Strafmilderung für den wegen Betrugs verurteilten Ex-Abgeordneten George Santos angeordnet, der erst im Juli eine siebenjährige Haftstrafe angetreten hatte. Trump erklärte auf Truth Social, Santos sei "schrecklich misshandelt" worden und verdiene eine zweite Chance. Santos, dessen Aufstieg von Lügen und Betrugsvorwürfen geprägt war, hatte in einem offenen Brief um eine Entlassung gebeten. Trump ist bekannt für Begnadigungen, insbesondere für Anhänger, die ihm loyal sind.
InhaltErst im Juli hat George Santos seine siebenjährige Haftstrafe wegen Betrugs angetreten. Jetzt darf der republikanische Ex-Abgeordnete das Gefängnis schon wieder verlassen. Donald Trump erklärte die Strafmilderung auf Truth Social. US-Präsident Donald Trump gewährt dem wegen Betrugs verurteilten früheren republikanischen Abgeordneten George Santos eine Strafmilderung. Diese habe er soeben unterschrieben, erklärte Trump auf Truth Social. Der Republikaner sei damit sofort aus dem Gefängnis entlassen. Was genau die Maßnahme umfasst, führte Trump nicht weiter aus. "George Santos war so etwas wie ein 'Schurke', aber es gibt viele Schurken in unserem Land, die nicht gezwungen sind, sieben Jahre im Gefängnis zu verbringen", führte Trump zuvor aus. Er schrieb zudem: Santos sei über längere Zeiträume in Einzelhaft gewesen und – nach allem, was man höre – schrecklich misshandelt worden. Am Ende fügte Trump an: "Viel Glück, George – ein großartiges Leben wünsche ich dir!" Santos war im April unter anderem wegen Betrugs und Identitätsdiebstahls zu mehr als sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte sich schuldig bekannt. Santos trat die Strafe im Juli an. In einem offenen Brief, der vor wenigen Tagen auf seinem X-Account geteilt wurde, hatte Santos Trump gebeten, nach Hause zurückkehren zu dürfen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Santos' Aufstieg auf die bundespolitische Bühne wurde von Anfang an von Betrugs- und Täuschungsvorwürfen überschattet. Er fälschte unter anderem einen großen Teil des Lebenslaufes, mit dem er sich den Wählern 2022 präsentierte. Im Laufe der öffentlichen Aufregung um seine Person kamen immer mehr Lügen und absonderliche Episoden um Santos ans Licht. Er hatte sich als erfolgreicher Geschäftsmann inszeniert, der in angesehenen Wall-Street-Firmen gearbeitet hatte und ein wertvolles Immobilienportfolio besaß. In Wirklichkeit hatte Santos mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und war sogar von einer Zwangsräumung bedroht. Aufgrund seiner Lügen und bizarren Auftritte flog Santos Anfang Dezember 2023 aus dem US-Repräsentantenhaus, wo er rund ein Jahr als Abgeordneter eines New Yorker Bezirks gesessen und sich als Anhänger von Trump präsentiert hatte. Trump hat in seiner zweiten Amtszeit schon viele Begnadigungen oder Strafmaßreduzierungen verfügt. Bereits am Tag seines Amtsantritts verfügte Trump, dass rund 1500 Personen, die im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol verurteilt wurden, freikommen. Auch danach bedachte Trump vor allem Anhänger, die sich im loyal zeigten, indem er sie begnadigte oder ihre Strafen umwandelte .