Preis: Unicef-Fotopreis: Afghanisches Mädchen zeigt stille Stärke

Datum19.12.2025 12:10

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Siegerbild des Unicef-Fotopreises 2025 zeigt ein zehnjähriges afghanisches Mädchen, Hajira, das in ihrem Schulbuch vertieft ist. Es symbolisiert den Kampf von Mädchen in Afghanistan um Bildung unter dem Taliban-Regime. Schirmherrin Elke Büdenbender betont die Notwendigkeit des Rechts auf Lernen. Der zweite Preis geht an Natalya Saprunova für ein Bild von mongolischen Kindern, die unter Luftverschmutzung leiden, und der dritte Preis an Sourav Das, der die Herausforderungen von Kindern in der indischen Kohlenstadt Jharia dokumentiert.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Preis“. Lesen Sie jetzt „Unicef-Fotopreis: Afghanisches Mädchen zeigt stille Stärke“. Die stille Stärke eines zehnjährigen Mädchens in Afghanistan, versunken in ihr Schulbuch – das ist das Siegerbild im Unicef-Wettbewerb "Foto des Jahres 2025". Aufgenommen wurde es von der französischen Fotojournalistin Elise Blanchard in einem abgelegenen Dorf östlich von Kabul, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen mitteilte.  Schirmherrin Elke Büdenbender, die Frau des Bundespräsidenten, sagte, Kindheit bedeute für viele Mädchen in Afghanistan, um etwas zu kämpfen, das selbstverständlich sein sollte: das Recht zu lernen. Unicef erklärte, das Foto von Hajira stehe für die stille, aber unbeirrbare Widerstandskraft von Millionen afghanischer Mädchen, denen von den islamistischen Taliban der Zugang zu weiterführender Schulbildung verwehrt werde.  Der zweite Preis geht an Natalya Saprunova, geboren in Russland und wohnhaft in Frankreich, für ein Bild ihrer Reportage aus der Mongolei, in der Kinder unter extremer Luftverschmutzung leiden. Zu sehen sind Kleinkinder, die in einem Kindergarten rund um einen Luftfilter schlafen, der die Schadstoffkonzentration etwas mindern soll. Auf Platz 3 kommt der indische Fotograf Sourav Das, der schon oft bittere Schicksale von Kindern dokumentiert hat, die unter härtesten Bedingungen um ihr Überleben ringen. Thema ist eine Kindheit in Jharia, berüchtigt als "brennende Stadt", seit rund hundert Jahren eines der größten Kohlefelder Indiens. Dort schwelt ein unterirdischer Brand, der massive Umweltprobleme verursacht. © dpa-infocom, dpa:251219-930-445614/1