Bahn: Neue NRW-Schienengesellschaft soll Züge pünktlicher machen

Datum19.12.2025 11:20

Quellewww.zeit.de

TLDRDie neue Schienenorganisation Schiene.NRW, die am 1. Januar 2027 gegründet werden soll, zielt darauf ab, den Schienennahverkehr in Nordrhein-Westfalen durch Bündelung der Dienste von drei bestehenden Verbünden zu verbessern. Verkehrsminister Oliver Krischer kündigte an, dass die neue Gesellschaft für Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sorgen soll, indem sie eine einheitliche Taktung und bessere Ansprechpartner bei Baustellen bietet. Trotz Kritik von Verkehrsverbünden wurde das Gesetz zur Reform auf den parlamentarischen Weg gebracht, unterstützt durch Finanzierungsgarantien.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bahn“. Lesen Sie jetzt „Neue NRW-Schienengesellschaft soll Züge pünktlicher machen“. Regionalzüge und S-Bahnen sollen künftig in ganz Nordrhein-Westfalen pünktlicher und zuverlässiger fahren. Die dazu geplante Bündelung des bisher auf drei Verbünde aufgeteilten Schienennahverkehrs in einer zentralen Gesellschaft kommt voran. Schon am 1. Januar 2027 soll die neue Organisation Schiene.NRW gegründet werden und ihren Betrieb aufnehmen. Das kündigte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) an.  Schiene.NRW soll in kommunaler Trägerschaft nach dem Willen der Landesregierung das gesamte Angebot mit Regional- und S-Bahnen in NRW steuern und für ein verlässliches und pünktliches Angebot sorgen.  "Das System ist im Moment alles andere als zuverlässig und gut", sagte Krischer und nannte Probleme wie Baustellen und Personalmangel. Aber auch die komplexe und zersplitterte Struktur des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im bevölkerungsreichsten Bundesland sei den heutigen Anforderungen nicht mehr angemessen und müsse besser und effizienter werden. "Wir müssen vor allen Dingen in Nordrhein-Westfalen einheitlicher werden", sagte Krischer. Bisher gibt es in NRW für den Schienennahverkehr mit dem Verkehrsverbund Rhein-​Ruhr (VRR), Nahverkehr Westfalen-​Lippe (NWL) und Go.Rheinland drei Aufgabenträger. Die drei Gesellschaften sollen nun zusammengeführt werden, aber weiterhin in ihren Bereichen den Nahverkehr in den Städten und Gemeinden mit Straßenbahnen und Bussen koordinieren.  Von der neuen Gesellschaft sollen Fahrgäste nach Angaben des Ministeriums in vielen Bereichen profitieren. So hätten Bauträger künftig bei der Abstimmung von Baustellen nur noch einen zentralen Ansprechpartner, wodurch auch die Organisation der Ersatzverkehre erleichtert werde. Eine einheitliche Taktung von Fahrplänen über Verbundgrenzen hinweg soll Wartezeiten reduzieren. Technische, bauliche und digitale Standards sollen vereinheitlicht und die Barrierefreiheit damit vorangetrieben werden.  Das entsprechende Gesetz zur Reform des Schienennahverkehrs habe die schwarz-grüne Landesregierung nach einer Verbändeanhörung jetzt auf den parlamentarischen Weg gebracht, sagte Krischer. Die Verkehrsverbünde hatten die Zentralisierungspläne teils scharf kritisiert. Auf die Kritik habe das Land reagiert, sagte Krischer. So gebe es milliardenschwere Finanzierungsgarantien, und ursprünglich geplante Einflussmöglichkeiten des Landes auf Schiene.NRW seien zurückgenommen worden. © dpa-infocom, dpa:251219-930-445250/1