Datum19.12.2025 11:24
Quellewww.zeit.de
TLDREine bayerische Ermittlungsbehörde hat fünf Verdächtige ins Visier genommen, die Autohäuser um über 3,2 Millionen Euro betrogen haben, indem sie ihnen nicht existierende Fahrzeuge verkauften. Die Betrüger gaben sich als Mitarbeiter von Leasing- und Autoverleihunternehmen aus und fälschten dafür Dokumente. Durchsuchungen in mehreren Bundesländern führten zur Sicherstellung von Beweismitteln und Falschgeld. Drei Verdächtige befinden sich in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen weiterlaufen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Millionenschaden: Betrüger verkaufen Autos, die es nie gab“. Sie sollen an Autohäuser Fahrzeuge verkauft haben, die aber gar nicht existierten: Bei einer Razzia in mehreren Bundesländern haben bayerische Ermittler fünf Verdächtige ins Visier genommen. Drei von ihnen sitzen in U-Haft. Die betroffenen Händler sollen um mehr als 3,2 Millionen Euro betrogen worden sein. Wie die bayerische Spezialstaatsanwaltschaft für Cybercrime in Bamberg mitteilte, sollen sich die Verdächtigen als Mitarbeiter von Leasing- und Autoverleihunternehmen ausgegeben haben. Sie boten demnach Autohäusern Fahrzeuge zum Kauf an und fälschten dafür Internetseiten, Dokumente und Urkunden. Nach der Überweisung des Kaufpreises kamen aber nie Fahrzeuge an. Die Anzeigen aus dem ganzen Bundesgebiet und dem europäischen Ausland bearbeitete zentral das Polizeipräsidium München. Im Zuge der Ermittlungen gab es von Montag bis Mittwoch Durchsuchungen in Berlin, Saarbrücken, im Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen, im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen und im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg. Die Einsatzkräfte konnten dabei Beweismittel wie Computer, Handys und sonstige Datenträger sicherstellen. Außerdem stießen sie bei einem Beschuldigten auf Falschgeld und Ausstattung zur Herstellung von Betäubungsmitteln, wie es weiter hieß. Haftbefehle lagen vor gegen einen 20-Jährigen aus Saarbrücken, einen 28-Jährigen aus Berlin und einen 39-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen. Der Haftbefehl gegen einen 24-Jährigen aus Baden-Württemberg wurde wieder aufgehoben. Die Ermittlungen dauern aber an, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. © dpa-infocom, dpa:251219-930-445265/1