Vogelschutz: Hessen hat höchste Storchendichte

Datum19.12.2025 11:08

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Hessen siedeln sich zunehmend Weißstörche an, mit einem aktuellen Rekord von 1.563 Brutpaaren, was einer Dichte von 7,4 Vögeln pro 100 Quadratkilometer entspricht. Der Landkreis Groß-Gerau ist das Hauptsiedlungsgebiet. Trotz des Anstiegs wurden 2023 nur 2.100 Jungtiere großgezogen, ein Rückgang um über 25 % im Vergleich zum Vorjahr, bedingt durch Nahrungsmangel aufgrund eines trockenen Frühlings. Der Naturschutzbund Nabu ruft bis Januar 2026 zur Meldung von überwinternden Störchen auf.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vogelschutz“. Lesen Sie jetzt „Hessen hat höchste Storchendichte“. Immer mehr Weißstörche lassen sich in Hessen nieder. "Wir kommen in diesem Jahr auf insgesamt 1.563 freilebende Weißstorchpaare, die mit der Brut begannen, rund 160 mehr als im Vorjahr", sagte Bernd Petri, Vogelexperte des hessischen Naturschutzbundes Nabu in Wetzlar. Mit einer Anzahl von 7,4 Vögeln auf 100 Quadratkilometern habe Hessen die höchste Storchendichte in ganz Deutschland.  Das Mekka der hessischen Weißstörche ist nach wie vor der Landkreis Groß-Gerau mit 406 Brutpaaren. Mit großem Abstand folgt auf Platz zwei die Wetterau (243). Generell nehmen auch in Mittel- und Nordhessen die Bestände kontinuierlich zu. Derzeit sind nur noch die Landkreise Rheingau-Taunus und Limburg-Weilburg storchenfrei. Allerdings wurden dieses Jahr von den hessischen Störchen nur 2.100 Jungtiere großgezogen. Im Vergleich zum Jahr 2024 war das ein deutlicher Rückgang von über einem Viertel. Der Grund hierfür lag laut Nabu vor allem am trockenen Frühjahr, das die Storchen-Nahrung knapp werden ließ.  Der Nabu ruft noch bis zum 31. Januar 2026 dazu auf, in Hessen überwinternde Weißstörche zu melden. Dafür haben die Naturschützer eine Online-Plattform eingerichtet. © dpa-infocom, dpa:251219-930-445179/1