Datum19.12.2025 10:59
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Koalition von SPD und BSW in Brandenburg plant, den Verfassungstreue-Check für Beamte bis 2026 zu überarbeiten, statt wie ursprünglich 2024 vorgesehen. Dies bestätigte Innenminister René Wilke nach Klarstellung von SPD-Fraktionschef Björn Lüttmann. Der Check, der seit September 2024 gilt, prüft Bewerber auf Verbindungen zu extremistischen Bestrebungen vor dem Amtseid. Änderungen werden insbesondere von der BSW gefordert, um Grundrechtseingriffe und disziplinarrechtliche Folgen zu berücksichtigen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Abfrage nach Extremisten“. Lesen Sie jetzt „Verfassungstreue-Check: Überarbeitung 2026 vorgesehen“. Die Koalition von SPD und BSW in Brandenburg will den Verfassungstreue-Check für Beamte im Jahr 2026 überarbeiten. Darauf verständigten sich die Fraktionsspitzen mit Innenminister René Wilke (SPD), wie die SPD-Landtagsfraktion in Potsdam am Vormittag mitteilte. Sie stellte damit eine frühere Aussage klar: Der SPD-Fraktionsvorsitzende Björn Lüttmann habe sich bei einer Pressekonferenz am Dienstag versprochen und aus Versehen von 2027 gesprochen. Die Überprüfung des Verfassungstreue-Checks für Beamte kommt dennoch später als im Koalitionsvertrag von SPD und BSW genannt. Sie hatten 2024 vereinbart, den Verfassungstreue-Check etwa mit Blick auf Grundrechtseingriffe und disziplinarrechtliche Auswirkungen 2025 zu überprüfen und anzupassen. Auf Änderungen pocht das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Der Verfassungstreue-Check für Beamte gilt seit September 2024 und betrifft Bewerberinnen und Bewerber, die bereits für eine Einstellung ausgewählt wurden. Der Landtag beschloss, dass es vor dem Amtseid eine Regelanfrage beim Verfassungsschutz gibt. Dabei wird geprüft, ob die Kandidaten mit Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung aufgefallen sind. © dpa-infocom, dpa:251219-930-445098/1