Datum19.12.2025 08:21
Quellewww.spiegel.de
TLDRFrauen sind in der deutschen Private-Equity-Branche stark unterrepräsentiert, mit einem Frauenanteil von nur zehn Prozent unter Führungskräften. Trotz Fortschritten durch Vorreiterinnen wie Jeannette zu Fürstenberg, Franziska Kayser und Nadia Meier-Kirner bleibt der Zugang für Frauen schwierig, bedingt durch strukturelle Hindernisse und eine männlich dominierte Kultur. Die kürzlich veröffentlichte Liste der "100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft" reflektiert diese Diversitätsproblematik und zeigt die Bemühungen, Veränderungen herbeizuführen.
InhaltNirgendwo sind weibliche Führungskräfte bisher so rar wie bei Finanzinvestoren. Das hat mit Nachwuchsproblemen zu tun und mit männlich dominierten Netzwerken – aber auch mit dem Kampf ums Geld. Wie einige wenige Vorkämpferinnen die Situation ändern wollen, erfahren Sie in diesem Podcast. Gerade erst ist die neue Liste "Die 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft" erschienen. Sie listet nicht nur die wichtigsten CEOs, Managerinnen und Aufsichtsrätinnen auf, sondern ist damit immer auch ein Spiegelbild der Diversity-Bestrebungen am Standort D. Die Initiative von manager magazin und Boston Consulting Group (BCG) wirft ein Schlaglicht auf die Entwicklung in vielen Branchen – und nimmt in diesem Jahr besonders die Private-Equity-Szene unter die Lupe. Auch weil die diesjährige Prima inter Pares auf diesem Terrain als "Frau der Stunde" echte Pionierarbeit leistet: die Investorin Jeannette zu Fürstenberg (43) . Zehn Prozent – das ist der Frauenanteil unter den Führungskräften in der deutschen Private-Equity-Landschaft. Das unterbietet das ohnehin niedrige Ziel von einem Fünftel, das die Brancheninitiative "Level 20" vor zehn Jahren ausgegeben hat. Selbst notorisch männlich dominierte Berufsfelder wie Investmentbanking und Tech-Start-ups zählen mehr Frauen in den eigenen Reihen. Es gibt kraftvolle Versuche, das zu ändern. Vorzeigeköpfe wie Franziska Kayser (38) von KKR oder Nadia Meier-Kirner (47) von Triton sollen die alten Männerbünde aufbrechen. Sie setzen auf Nachwuchsförderung, neue Netzwerke und einen Zeitgeist, der ihrer Sache – jedenfalls in Europa – weiter in die Karten spielt. Viele Männer applaudieren. Doch der Weg zu mehr Macht für Frauen ist keineswegs geebnet. Noch immer drängen viel weniger junge Frauen als Männer in die Private-Equity-Firmen, noch immer verlieren viele mit der Familiengründung den Anschluss und wichtige Boni, noch immer gibt es strukturelle und organisatorische Hindernisse. Und weil es um viel Geld geht, sind die stillen Beharrungskräfte erheblich. Wo genau es hakt und wie sich die Situation entwickeln könnte, darüber spricht in dieser Sonderfolge von "Das Thema" Henning Hinze, Redakteur des manager magazin, mit der stellvertretenden Chefredakteurin Simone Salden. Im Podcast "Das Thema" informiert das manager magazin jede Woche über die exklusiven Erkenntnisse der Redaktion zu einem für die deutsche Wirtschaft entscheidenden Thema. Sie können den Podcast über manager-magazin.de sowie auf Spotify , Apple , Deezer und bei Google abonnieren.