Möglicher US-Bodenangriff in Venezuela: Donald Trump will Kongress nicht um Genehmigung für Angriff bitten

Datum19.12.2025 08:08

Quellewww.zeit.de

TLDRUS-Präsident Donald Trump hat abgelehnt, den Kongress über einen möglichen Bodenangriff auf Drogenkartelle in Venezuela zu informieren. Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel zu fördern, während Präsident Maduro US-Sturzpläne vermutet. Gleichzeitig wurden im Pazifik bei einem Angriff auf zwei mutmaßliche Drogenboote fünf Menschen getötet, was erneut zu Kritik an den US-Operationen führte, die als völkerrechtswidrig und als außergerichtliche Hinrichtungen angesehen werden. Seit September haben solche Angriffe über 100 Todesopfer gefordert.

InhaltUS-Präsident Trump hat es abgelehnt, den Kongress im Falle eines Bodenangriffs auf Venezuela zu informieren. Gleichzeitig gab es einen neuen Angriff im Pazifik. US-Präsident Donald Trump hat es erneut abgelehnt, den Kongress um Zustimmung für einen möglichen Bodenangriff auf Drogenkartelle in Venezuela zu fragen. "Ich hätte nichts dagegen, es ihnen zu sagen, aber wissen Sie, es ist keine große Sache", sagte er auf eine Reporterfrage. "Ich muss es ihnen nicht sagen."

 Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz. Währenddessen sind bei einem weiteren Angriff auf zwei angebliche Drogenboote im Pazifik fünf Menschen getötet worden. Die Schiffe hätten sich in internationalen Gewässern befunden und seien in Drogenhandel verwickelt gewesen, teilte das US-Südkommando mit. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.  Drei Menschen seien auf dem ersten Schiff und zwei auf dem zweiten Schiff getötet worden. Der Angriff erfolgte demnach auf Befehl von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Das Militär veröffentlichte einen kurzen Videoclip, der die Attacken aus der Vogelperspektive zeigen soll. Es sieht so aus, als würden die Boote von Raketen getroffen. Die Authentizität des Videos ließ sich zunächst nicht überprüfen. Seit September greifen US-Streitkräfte wiederholt Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden bislang mehr als 100 Menschen getötet. Konkrete Beweise für diese Darstellung werden dabei nicht vorgelegt. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig.