Datum19.12.2025 06:31
Quellewww.zeit.de
TLDRNach dem dramatischen 30:32 im DHB-Pokal-Viertelfinale gegen die Füchse Berlin zeigte sich THW-Coach Filip Jicha emotional erschöpft und äußerte scharfe Kritik an den Schiedsrichtern Robert Schulze und Tobias Tönnies. Jicha war verärgert, da die gleichen Schiedsrichter bereits in vorherigen Spielen gegen Berlin pfiffen. Er argumentierte, dass umstrittene Entscheidungen entscheidend zum Spielausgang beitrugen und bezeichnete die wiederholte Besetzung als ungerecht. Nach dem Spiel war der Trainer sichtbar betroffen und betonte, dass die Niederlage schwer zu verarbeiten sei.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „DHB-Pokal“. Lesen Sie jetzt „"Wir sind zerstört": THW-Coach mit harter Schiri-Kritik“. Kiels emotional völlig erschöpfter Trainer Filip Jicha kämpfte nach dem Krimi im deutschen Handball-Pokal bei den Füchsen Berlin mit den Tränen und konnte seine Wut auf das Schiedsrichter-Duo nicht mehr verbergen. "Ich bin heute gerne ein schlechter Verlierer. Wir sind zerstört. Es tut unglaublich weh. Es ist für mich, für meine Mannschaft, für meine Jungs unglaublich schwer gewesen, zum dritten Mal mit diesen Schiedsrichtern zu agieren", sagte THW-Coach Jicha nach dem dramatischen 30:32 im Viertelfinale beim deutschen Meister. Jichas Kritik richtete sich gegen die Schiedsrichter Robert Schulze und Tobias Tönnies, die bereits bei Kiels Niederlagen gegen Berlin im Supercup sowie in der Bundesliga vor wenigen Wochen im Einsatz gewesen waren. Unmittelbar nach Spielende wollten sich beide nicht zu den Vorwürfen äußern. Das Gespann gilt als eines der besten in Deutschland und wurde zuletzt bereits zum fünften Mal in Folge als "Schiedsrichter der Saison" ausgezeichnet. "Du spielst dreimal gegen Berlin, dreimal pfeifen die gleichen Schiedsrichter. Ich verstehe es nicht. Es tut mir leid. Wir reißen uns hier den Arsch auf. Das ist Profisport mit einer Hingabe. Das gehört sich nicht so", schimpfte Jicha weiter. Schon unmittelbar nach Abpfiff war der Tscheche wutentbrannt auf die Unparteiischen zugestürmt und hatte lautstark auf sie eingeredet. Aus seiner Sicht trugen die Schiedsrichter mit mehreren umstrittenen Entscheidungen maßgeblich zum Ausgang der Partie bei. Viele Pfiffe waren vom Spielfeldrand tatsächlich nur schwer nachvollziehbar: Allerdings fielen die 50:50-Entscheidungen in der ersten Hälfte überwiegend zugunsten der Kieler aus, nach der Pause dann eher zugunsten der Berliner. Eine konkrete Situation wollte Jicha nicht benennen, sagte aber mit Blick auf Berlins Welthandballer Mathias Gidsel: "Mathias ist einer der Besten von uns. Zurecht. Ich war selber Welthandballer. Ich weiß, dass du einen gewissen Bonus kriegst." Auf der Pressekonferenz rang der 43-Jährige sichtbar mit den Tränen und wirkte emotional völlig am Ende. "Ich bin einfach zerstört. Ich habe überhaupt keine Energie mehr, über Schulze und Tönnies zu reden. Es ist etwas, was ich unfassbar lange verdauen werde", erklärte Jicha niedergeschlagen. © dpa-infocom, dpa:251219-930-444339/1