Datum18.12.2025 16:19
Quellewww.zeit.de
TLDRBerlin plant, einen Abschnitt der Dorotheenstraße im Regierungsviertel in Yad-Vashem-Straße umzubenennen, um die Holocaust-Gedenkstätte zu ehren. Die Bau- und Raumkommission des Bundestags hat dies empfohlen, nachdem eine Initiative des Freundeskreises Yad Vashem Unterstützung fand. Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour betont die Bedeutung des Bekenntnisses zur Sicherung jüdischen Lebens. Der offizielle Beschluss des Ältestenrats steht noch aus und wird in einer der nächsten Sitzungen im kommenden Jahr erwartet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Straßenumbenennung“. Lesen Sie jetzt „Berlin soll Yad-Vashem-Straße erhalten“. Berlin soll im Regierungsviertel eine nach der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem benannte Straße erhalten. Dazu soll ein Abschnitt der auf das Reichstagsgebäude zulaufenden Dorotheenstraße umbenannt werden. Eine entsprechende Beschlussempfehlung für den Ältestenrat des Bundestags beschloss dessen Bau- und Raumkommission. Die Kommission folgte damit einer Initiative des Freundeskreises Yad Vashem. Den offiziellen Beschluss muss nun der Ältestenrat fassen. Da er in diesem Jahr nicht mehr tagt, wird eine Entscheidung in einer der nächsten Sitzungen im kommenden Jahr getroffen werden. Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne), der auch Vorsitzender der Bau- und Raumkommission ist, sagte dazu: "Das unverrückbare Bekenntnis zur Sicherung jüdischen Lebens in unserem Land ist wichtiger denn je." Er begrüße die Initiative des Freundeskreises Yad Vashem und freue sich, dass die Mitglieder der Bau- und Raumkommission die angestrebte Umbenennung unterstützen. "Ich bin zuversichtlich, dass sich der Ältestenrat unserer Empfehlung anschließt." Mit der Benennung einer Straße im Herzen Berlins nach der Holocaust-Gedenkstätte bei Jerusalem würde ein sichtbares Zeichen im politischen Zentrum Deutschlands gesetzt, erklärte der Vorsitzende des Vereins Yad Vashem, Kai Diekmann. "Sie verweist auf die Verantwortung, Erinnerung dauerhaft im öffentlichen Raum zu verankern." © dpa-infocom, dpa:251218-930-442217/1