Datum17.10.2025 17:31
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Elbtower in Hamburg, ein 245 Meter hohes Prestigeprojekt, wurde aufgrund der Insolvenz des Investors Signa gestoppt. Nun plant die Stadt Hamburg, als Co-Investorin gemeinsam mit einem Konsortium den Bau mit 595 Millionen Euro zu vollenden. Der Turm wird auf 199 Meter reduziert und ein Naturkundemuseum soll einziehen. Der Hamburg-Podcast "Elbvertiefung" diskutiert die Wendung des Projekts und die zukünftigen Baupläne. Die Hosts beleuchten auch die Relevanz dieser Entscheidung für die Stadt.
InhaltVor zwei Jahren stoppten die Arbeiten an Hamburgs Prestigeprojekt, weil der Investor die Rechnungen nicht zahlen konnte. Nun steigt die Stadt ein – und hat große Pläne. 245 Meter hoch sollte der Elbtower in der HafenCity eigentlich werden und ein neues Wahrzeichen Hamburgs. Ein glänzendes Riesenhaus, entworfen vom Stararchitekten David Chipperfield, mit schicken Büros und Geschäften. Doch nach hundert Metern war Schluss: Die Immobilienfirma Signa ging insolvent. Fortan gab es viele Diskussionen darüber, wie es mit dem Turm weitergehen kann – und er bekam so manchen Spitznamen, wie "kurzer Olaf", weil Hamburgs Ex-Bürgermeister Olaf Scholz das Hochhausprojekt einst angeschoben hatte. In dieser Woche nun kündigte die Stadt Hamburg an, als Co-Investorin gemeinsam mit einem Konsortium um den Immobilienunternehmer Dieter Becken bei dem Projekt einzusteigen – und den Turm selbst zu Ende zu bauen. Dafür will die Stadt 595 Millionen Euro ausgeben. Wie kam es zu dieser Wende? Und ist das nun wirklich die Rettung für den "kurzen Olaf"? Darüber diskutieren in der aktuellen Folge des Hamburg-Podcasts Elbvertiefung der Host Maria Rossbauer und der ZEIT:Hamburg Autor Christoph Twickel. Die beiden sprechen darüber, warum nun ausgerechnet ein Naturkundemuseum in den unteren Teil des Turms ziehen und warum er nur noch 199 Meter hoch werden soll. Es geht darum, ob es wirklich eine gute Idee der Stadt Hamburg ist, einen Teil des Turms zu kaufen – und natürlich sprechen die beiden auch darüber, wann – und ob – denn wohl tatsächlich weitergebaut wird. Der Podcast "Elbvertiefung" erscheint immer freitags. Die Hosts Maria Rossbauer und Florian Zinnecker, die das Hamburg-Ressort der ZEIT leiten, sprechen abwechselnd mit ZEIT-Kolleginnen und -Kollegen über ein Thema, das die Menschen in der Stadt gerade bewegt – persönlich, prägnant und selten länger als eine halbe Stunde. Für Lob, Kritik oder Anregungen schreiben Sie gern an hamburg@zeit.de.