Europäische Zentralbank: EZB lässt Leitzins zum vierten Mal in Folge unverändert

Datum18.12.2025 14:30

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Europäische Zentralbank (EZB) lässt den Leitzins zum vierten Mal in Folge unverändert bei 2,0 Prozent. Die letzte Senkung liegt ein halbes Jahr zurück, als der Zins von einem Höchstwert von vier Prozent auf zwei Prozent gesenkt wurde. Hohe Leitzinsen sollen Inflation bekämpfen, indem sie Kredite verteuern und den Konsum drosseln. Für 2023 erwartet die EZB eine niedrigere Inflation von 2,1 Prozent, nachdem 2022 eine Teuerungsrate von 8,4 Prozent erreicht wurde.

InhaltDer Leitzins der Europäischen Zentralbank bleibt bei zwei Prozent. Die letzte Zinssenkung liegt damit nun ein halbes Jahr zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den für Banken und Sparer im Euroraum wichtigen Leitzins unverändert bei 2,0 Prozent. Damit entspricht die EZB den Erwartungen von Ökonomen und verlängert zum vierten Mal in Folge die sogenannte Zinspause. Die letzte Senkung des Leitzinses liegt damit ein halbes Jahr zurück: Zwischen Juni 2024 und Juni 2025 hat die EZB den Zins vom historischen Höchstwert von vier Prozent in Schritten von 0,25 Prozentpunkten auf den Stand von zwei Prozent gesenkt. Zuvor war der Zins vor dem Hintergrund der Folgen der Corona-Pandemie und der Energiekrise innerhalb von weniger als zwei Jahren von minus 0,5 Prozent auf vier Prozent erhöht worden.  Hohe Leitzinsen gelten als Standardinstrument von Notenbanken, um Inflation zu bekämpfen: Sie werden von Privatbanken an ihre Kunden weitergegeben, was Kredite verteuert und den Konsum senkt. Das wiederum schwächt die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen und somit auch die Preise.  Auf Dauer werden aber auch kreditfinanzierte Investitionen verteuert, was der Konjunktur schadet. Daher senken Zentralbanken den Leitzins in der Regel wieder, sobald sich die Inflation gesenkt hat. Im Euroraum erwartet die EZB für dieses Jahr eine vergleichsweise niedrige Inflation von 2,1 Prozent. 2022 lag die Teuerungsrate im Euroraum auf einem Höchstwert von 8,4 Prozent.