Datum17.10.2025 17:19
Quellewww.zeit.de
TLDRGregor Gysi sprach auf der Frankfurter Buchmesse über seine Wochenendroutinen, seine Beziehung zu Norbert Lammert und reflektierte über das Fleischessen. Er äußerte den Wunsch, Fleisch wieder seltener und besonderer werden zu lassen. Zudem teilte er Anekdoten aus dem Bundestag und postulierte, dass Selbstironie die höchste Form der Arroganz sei. Gysi präsentierte auch sein Buch "Mein Leben in 13 Büchern", in dem er Werke vorstellt, die ihn prägten, einschließlich seines Lieblingskinderbuchs.
InhaltGregor Gysi sprach mit uns auf der Buchmesse über seine Wochenendroutinen, seine Lieblingsbücher und seine gute Beziehung zu Norbert Lammert. Sehen Sie hier das Video. Im ZEIT-Podcast Und was machst du am Wochenende? unterhalten sich ZEIT-Autorin Ubin Eoh und Christoph Amend, Editorial Director der ZEIT, jede Woche mit einem Gast über alles rund ums Wochenende. Auf der Frankfurter Buchmesse sprachen sie mit Gregor Gysi übers Ausschlafen, über Politik und Bücher. Der Politiker der Linkspartei erinnerte sich, wie es in seiner Kindheit ausschließlich sonntagmittags Fleisch gab. Heute fände er, dass wir zu viel Fleisch essen würden. Er sei zwar weder Vegetarier noch Veganer, aber: "Früher war Fleisch etwas rarer, und ich glaube, wir sollten wieder etwas Besonderes daraus machen." Wie er heute seine freien Wochenenden gestalte? Gegen neun stehe er auf, putze die Zähne und lese im Videotext der ARD die Nachrichten "ab Seite 104". Sport und eine gute Rasur seien ihm am Wochenende ebenso wichtig wie ein ausgiebiges Frühstück. Gysi teilte auch verschiedene Anekdoten aus dem Bundestag mit dem Publikum und erzählte von seiner guten Beziehung zu Norbert Lammert, dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestags. "Letztlich ist er sehr ironisch", sagte Gysi über Lammert. Nur selbstironisch sei er nicht, das unterscheide die beiden. "Selbstironie ist natürlich die höchste Form der Arroganz", sagte Gysi. "Da musst du ja so überzeugt von dir sein, dass du dir das auch leisten kannst." Gysi hatte auch seine jüngste Veröffentlichung dabei: In Mein Leben in 13 Büchern erzählt er von Werken, die ihn im Verlauf seines Lebens geprägt haben, zum Beispiel sein Lieblingskinderbuch Paul allein auf der Welt. Darin geht es um einen Jungen, der feststellen muss, dass alle anderen Menschen verschwunden sind. "Er kann machen, was er will. Keiner redet ihm rein", erzählte Gysi. Allmählich merke der Junge, dass das Leben ganz schön trist ohne andere Menschen sei. "Da ich allein das Sorgerecht für meinen Sohn hatte, habe ich am Schluss nur einen Satz geändert", so Gysi. Besonders freue sich der Junge über seine Mama, habe ursprünglich im Kinderbuch gestanden. Gysi habe die Mama durch den Papa ersetzt. Sehen Sie hier das Video.