Edelmetalle: Nagel: Goldreserven bleiben in den USA

Datum17.10.2025 16:54

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bundesbank bleibt trotz des steigenden Goldpreises dabei, ihre Goldreserven in den USA nicht zu verkaufen. Bundesbankchef Joachim Nagel betont, dass Gold als Vertrauensanker gilt und regelmäßig inspiziert wird. Die hohen Goldpreise, die um 67 Prozent gestiegen sind, motivieren Investoren, da Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten angesehen wird. Risikostreuung durch Lagerung an verschiedenen Standorten ist ebenfalls wichtig.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Edelmetalle“. Lesen Sie jetzt „Nagel: Goldreserven bleiben in den USA“. Die Bundesbank will deutsche Goldreserven trotz des hohen Goldpreises nicht verkaufen und in den USA belassen. "Gold bleibt ein Vertrauensanker und deswegen wird sich an dieser Position der Bundesbank nichts ändern, auch wenn der Goldpreis sich so entwickelt hat, wie er hat", sagte Bundesbankchef Joachim Nagel am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds in Washington. Es gebe auch keinen Grund zur Sorge um die bei der US-Notenbank Fed in New York gelagerten Reserven, betonte er. Die Bundesbank führe regelmäßig Inspektionen durch und nehme Stichproben. "Es ist vorhanden, es ist echt und es ist in vollständiger Übereinstimmung mit dem, was wir in unseren Büchern haben." Es sei auch eine Frage der Risikostreuung, das deutsche Gold an unterschiedlichen Standorten zu lagern.  Der Goldpreis ist seit Wochen im Höhenflug und knackt Rekorde. Im Jahresverlauf zog er inzwischen um 67 Prozent an. Ein Grund für den starken Anstieg ist, dass Gold bei vielen Investoren als sicherer Hafen in Zeiten der Unsicherheit und hoher Staatsverschuldung gilt. Zudem gilt die Spekulation auf weiter sinkende Leitzinsen in den USA als wichtiger Treiber. © dpa-infocom, dpa:251017-930-175768/1