USA: US-Senat bestätigt Jared Isaacman als neuen Nasa-Chef

Datum17.12.2025 23:47

Quellewww.zeit.de

TLDRDer US-Senat hat Jared Isaacman mit 67 zu 30 Stimmen als neuen Chef der NASA bestätigt. Der Milliardär und Astronaut soll sicherstellen, dass die USA China im Wettlauf zur Rückkehr zum Mond überholen. Isaacman, der auch an privaten Raumfahrtmissionen teilgenommen hat, sieht eine dringende Notwendigkeit, das Tempo der NASA zu erhöhen und plante eine Rückkehr zum Mond bis 2028. Die erste Mission, Artemis 2, soll 2026 drei Männer und eine Frau in einer zehntägigen Umrundung des Mondes befördern.

InhaltJared Isaacman soll sicherstellen, dass die USA vor China auf den Mond zurückkehren. Trump hatte seine Nominierung erst zurückgezogen – und ihn dann erneut nominiert. Der Milliardär und Astronaut Jared Isaacman wird neuer Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Der Senat bestätigte seine Ernennung mit 67 zu 30 Stimmen.  Präsident Trump hatte den Weltraumtouristen Isaacman bereits ein erstes Mal im vergangenen Dezember als Nasa-Chef vorgeschlagen. Im Streit mit SpaceX-Chef Elon Musk zog Trump die Nominierung dann aber Ende Mai wieder zurück, wie etwa die New York Times berichtet hatte. Anfang November schlug Trump Isaacman dann erneut vor. Isaacman ist ein Befürworter von Mars-Missionen und ehemaliger Weggefährte von Musk. Er hatte bei seiner Anhörung vor Senatoren gesagt, die Nasa müsse ihr Tempo erhöhen, um China bei der Rückkehr zum Mond in diesem Jahrzehnt zuvorzukommen. Der kommissarische Nasa-Chef Sean Duffy gratulierte Isaacman auf der Plattform X und nannte als Ziel, im Jahr 2028 zum Mond zurückzukehren.  Zuvor sollen nach Plänen der Nasa in der ersten Jahreshälfte 2026 drei Männer und eine Frau bei der rund zehntägigen Mission Artemis 2 den Mond umrunden. Der bisher letzte Mensch auf dem Mond war im Dezember 1972 dort, während der Nasa-Mission Apollo 17. Längerfristig soll am Mond die Station Gateway entstehen. Isaacman hatte in den vergangenen Jahren an zwei privaten Weltraummissionen teilgenommen. 2021 kreiste er gemeinsam mit drei anderen Raumfahrern knapp drei Tage lang um die Erde. Im September 2024 war er mit drei anderen Weltraumtouristen an Bord der Mission Polaris Dawn, bei der sie in rund 1.400 Kilometer Höhe schwebten und auch kurz aus ihrem Raumschiff ausstiegen.