Datum17.12.2025 18:12
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Blauzungenkrankheit wurde in Sachsen bei einem Rind festgestellt, was zu Restriktionen in angrenzenden Bundesländern führt, darunter Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt. Empfindliche Tiere dürfen nur unter bestimmten Bedingungen transportiert werden. Dies ist der erste Nachweis des Typs BTV-8 in Sachsen seit 2009. Die Krankheit, von Stechmücken übertragen, verursacht bei Betroffenen wie Rindern und Schafen Symptome wie Fieber und Appetitlosigkeit und kann tödlich sein. Impfungen werden empfohlen, der Erreger ist für Menschen ungefährlich.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landwirtschaft“. Lesen Sie jetzt „Blauzungenkrankheit in Sachsen hat Auswirkungen auf Nachbarn“. Nachdem bei einem Rind im sächsischen Meißen Anfang der Woche die Blauzungenkrankheit festgestellt wurde, gelten auch für einige Gebiete in den angrenzenden Bundesländern Restriktionen. Wie das Landwirtschaftsministerium Brandenburg mitteilte, sind von der sogenannten Restriktionszone neben großen Gebieten im südlichen Brandenburg auch Teile von Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen betroffen. Aus der Zone dürfen für das Blauzungenvirus empfindliche Tiere wie Rinder, Schafe oder Ziegen nur unter bestimmten Bedingungen in virusfreie Regionen innerhalb Deutschlands und der EU gebracht werden. Anfang der Woche hatte das Friedrich-Loeffler-Institut bei einem Rind aus Meißen die Blauzungenkrankheit festgestellt. Es ist nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums der erste Nachweis des Typs BTV-8 seit 2009 in Sachsen. Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind bereits betroffen. Die Blauzungenkrankheit ist eine durch bestimmte blutsaugende Stechmücken übertragbare Virusinfektion. Die Krankheit, die vor allem Rinder und Schafe, aber auch Ziegen oder Hirsche betrifft, kann großes Leid hervorrufen. Betroffene Tiere leiden laut Landratsamt an Appetitlosigkeit und Fieber, sie produzieren weniger Milch. In schweren Fällen könne die Blauzungenkrankheit tödlich enden. Als Schutz empfehlen Fachleute den Landwirten, ihre Tiere zu impfen. Der Erreger ist den Angaben zufolge für Menschen ungefährlich. © dpa-infocom, dpa:251217-930-437627/1