Datum17.12.2025 16:25
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Staatsanwaltschaft Gera ermittelt seit einem Jahr gegen zwei Männer (28 und 27 Jahre) wegen eines mutmaßlichen Anschlagsplans auf eine Moschee in Deutschland. Der 28-Jährige, der bei einem SEK-Einsatz festgenommen wurde, soll beabsichtigt haben, Muslime zu erschießen. Die Tat wird als rechtsextremes Terrorismus-Delikt eingeordnet. Obwohl der Haftbefehl aufgehoben wurde, dauern die Ermittlungen an. Linken-Politikerin Katharina König-Preuss kritisierte die unzureichende Kommunikation der Landesregierung über die Bedrohungslage.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ermittlungen“. Lesen Sie jetzt „Mutmaßlicher Anschlagsplan auf Moschee – Ermittlungen laufen“. Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt seit einem Jahr wegen eines mutmaßlichen Anschlagsplans auf eine Moschee in Deutschland. Das Ermittlungsverfahren richte sich zwischenzeitlich gegen zwei Beschuldigte im Alter von 28 und 27 Jahren, wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatte MDR Thüringen berichtet. Wie aus Antworten des Thüringer Innenministeriums auf Anfragen der Linke-Landtagsfraktion hervorgeht, soll der 28-Jährige beabsichtigt haben, eine größere Zahl von Muslimen zu erschießen. Die geplante Tat wird als rechtsextremes Terrorismus-Delikt in der offiziellen Statistik geführt. Der Mann aus Weimar war bei einem SEK-Einsatz Mitte Dezember 2024 festgenommen worden. Bei dem zweiten Beschuldigten gab es eine Durchsuchung. Die Ermittlungen dauerten noch an, hätten bislang aber keine konkreten Anschlagsvorbereitungen ergeben. Der Haftbefehl gegen den 28-Jährigen wurde laut Staatsanwaltschaft Ende Januar 2025 wieder aufgehoben, da ein dringender Tatverdacht nicht aufrechterhalten werden konnte. Nach Einschätzung des Innenministeriums ist eine fremden- und menschenfeindliche Motivation wahrscheinlich, Hinweise auf eine extremistische Organisation gebe es nicht. Die Linken-Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss kritisierte die Kommunikation der Landesregierung. Dass diese Dimension nicht von der Landesregierung selbst öffentlich transparent benannt wurde, sondern erst durch mehrere parlamentarische Initiativen der Linken ans Licht gekommen sei, sei ein schweres politisches Versäumnis. Es sei notwendig, "rassistische Anschlagspläne" klar zu benennen und die Gefahr offen zu kommunizieren, sagte sie. © dpa-infocom, dpa:251217-930-437008/1