Datum17.12.2025 15:59
Quellewww.zeit.de
TLDRBundeskanzler Friedrich Merz äußert in einer Bundestagsabfrage Sorge um die Lage der deutschen chemischen Industrie. Die Bundesregierung führt Gespräche mit Dow Chemical über die Nachnutzung von Anlagen im Chemiedreieck Mitteldeutschland, nachdem Dow angekündigt hat, bis Ende 2027 Teile seiner Anlagen in Sachsen-Anhalt und Sachsen abzuschalten. Merz warnt, dass die Schließungen katastrophale Folgen für die Region und die chemische Wertschöpfungskette haben könnten, wenn die Rahmenbedingungen nicht verbessert werden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gespräche mit US-Unternehmen“. Lesen Sie jetzt „Merz: "Lage der chemischen Industrie erfüllt uns mit Sorge"“. Die Bundesregierung ist derzeit nach eigenen Angaben in Gesprächen mit dem US-amerikanischen Chemieunternehmen Dow Chemical, um über eine Nachnutzung von Anlagen im mitteldeutschen Chemiedreieck zu diskutieren. Wenn eine Nachnutzung des Betriebsgeländes systematisch verhindert würde, werde er das nicht akzeptieren, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei der Regierungsbefragung im Bundestag. "Die Lage der deutschen chemischen Industrie erfüllt uns alle mit großer Sorge." Was derzeit bei Dow Chemical passiere, drohe auch an anderen Standorten in Deutschland zu geschehen, wenn die Rahmenbedingungen für die chemische Industrie in Deutschland nicht schnell besser würden. Dow Chemical hatte vor einigen Monaten bekanntgegeben, dass ein Teil seiner Anlagen in Schkopau (Sachsen-Anhalt) und im sächsischen Böhlen Ende 2027 geschlossen werden soll. Der sogenannte Steamcracker in Böhlen ist eine zentrale Anlage, die aus Rohbenzin chemische Grundstoffe herstellt. Diese Anlage steht am Anfang der chemischen Wertschöpfungskette. Es wird befürchtet, dass eine Abschaltung viele angeschlossene Unternehmen in der Region in Gefahr bringen könnte. Merz betonte, dass derzeit Gespräche über eine Nachnutzung des Geländes geführt würden. © dpa-infocom, dpa:251217-930-436810/1