Datum17.12.2025 15:57
Quellewww.zeit.de
TLDRErmittler haben im Rahmen des Kölner Drogenkriegs weitere Verdächtige identifiziert und fünf Männer im Alter von 35 bis 47 Jahren festgenommen. Diese stehen im Verdacht, für den Raub von 350 Kilogramm Cannabis verantwortlich zu sein, was eine Welle von Gewalt, einschließlich Sprengstoffanschlägen und Geiselnahmen, ausgelöst hat. Bei Durchsuchungen wurden Waffen, Munition und Betäubungsmittel beschlagnahmt. Der Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Drogenbande hat bereits begonnen; über 20 Beschuldigte wurden bisher verurteilt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Ermittler kommen Auslösern des Kölner Drogenkriegs näher“. Ermittlern ist mutmaßlich ein weiterer Schlag zur Aufklärung der brutalen Geschehnisse im sogenannten Kölner Drogenkrieg gelungen. Am Mittwoch durchsuchten sie mit Hilfe von Spezialeinheiten, Diensthunden und Bereitschaftspolizisten Wohnungen in Köln und Bonn sowie eine Gewerbehalle in Brühl. Gegen fünf Beschuldigte wurden Haftbefehle vollstreckt. Die Ermittler glauben, dass die fünf Männer im Alter von 35 bis 47 Jahren für den Raub von etwa 350 Kilogramm Cannabis im Juni 2024 verantwortlich sein könnten. Die Tat gilt gemeinhin als Auslöser für eine regelrechte Gewaltspirale, die in Sprengstoffanschlägen, Geiselnahmen und schwerwiegenden Misshandlungen gipfelte, weil wiederum andere Tatverdächtige versucht haben sollen, damit den Cannabis-Raub aufzuklären. Vier der fünf Beschuldigten wird vorgeworfen, am 22. Juni 2024 die Lagerhalle in Hürth mit Maschinenpistolen betreten zu haben, in der die Drogen damals lagerten. Einen Bewacher hätten sie misshandelt und mit dem Tod bedroht. Anschließend sei der fünfte Beschuldigte mit einem Transporter vorgefahren, um das Cannabis wegzuschaffen. Ziel sei der Weiterverkauf gewesen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden bei den Durchsuchungen eine scharfe Schusswaffe, Munition und Betäubungsmittel entdeckt. Ebenso beschlagnahmten die Beamten hochwertige Uhren, Bargeld, Datenträger und Mobiltelefone. Im sogenannte Kölner Drogenkrieg ermittelt die Staatsanwaltschaft mittlerweile gegen Dutzende Beschuldigte. Mehr als 20 wurden bereits verurteilt. Anfang Dezember begann unter hohen Sicherheitsvorkehrungen der Prozess gegen den mutmaßlichen Boss der Drogenbande, die für die Folterungen, Explosionen und Entführungen als Reaktion auf den Cannabis-Raub verantwortlich sein soll. © dpa-infocom, dpa:251217-930-436788/1