Einweihung in Berlin: Drohnenabwehrzentrum eingeweiht - Arbeitsbeginn im Januar

Datum17.12.2025 14:29

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Berlin wurde ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum eingeweiht, das im Januar seinen Betrieb aufnehmen wird. Es soll unerlaubt fliegende Drohnen besser erkennen und unschädlich machen, insbesondere in sensiblen Bereichen wie Flughäfen und Bundeswehrstandorten. Vertreter von Sicherheitsbehörden, Bundeswehr und Nachrichtendiensten sollen Informationen austauschen und Einsatzmaßnahmen koordinieren. Angesichts der gestiegenen Drohnensichtungen seit dem Ukraine-Konflikt wird die Bundeswehr für die Abwehr größerer militärischer Drohnen rechtlich in das Luftsicherheitsgesetz einbezogen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Einweihung in Berlin“. Lesen Sie jetzt „Drohnenabwehrzentrum eingeweiht - Arbeitsbeginn im Januar“. Um unerlaubt fliegende Drohnen künftig besser zu erkennen und unschädlich machen zu können, haben Bund und Länder in Berlin ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum eingeweiht. Der Arbeitsbetrieb soll im Januar aufgenommen werden.  In dem neuen Zentrum, das bei der Bundespolizei angesiedelt ist, sollen Vertreter der Sicherheitsbehörden, der Bundeswehr und der Nachrichtendienste Informationen austauschen und "Einsatzmaßnahmen koordinieren", wie der Leiter der Bundespolizeidirektion 11, Olaf Lindner, erklärt. Organisatorisches Vorbild ist das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum, in dem sich Polizei, Nachrichtendienste und andere relevante Behörden zu aktuellen Risikofällen im Bereich islamistischer Terrorismus austauschen.  Bei der Drohnenabwehr stehen vor allem Flughäfen, Bundeswehr-Standorte und Energieversorger im Fokus. Nach Angaben der Bundesregierung haben Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine stark zugenommen. "Wir gehen in weiten Teilen davon aus, dass diese Drohnen auch von feindlichen Mächten gesteuert sind", sagt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).  Konkret geht es um die Verhinderung von Spionage, Sabotage und Störungen des Luftverkehrs sowie die Abwehr etwaiger Angriffe. Einig waren sich die Innenministerinnen und Innenminister von Bund und Ländern bei ihrer Herbstkonferenz Anfang Dezember in Bremen, dass die Polizei die Aufgabe der Abwehr größerer militärischer Drohnen nicht bewältigen könne. Das, so hieß es, sei grundsätzlich ein Fall für die Bundeswehr.  Um deren Einsatz gegen solche hybriden Bedrohungen im Inland rechtlich abzusichern, hat das Kabinett eine Reform des Luftsicherheitsgesetzes beschlossen, das sich aktuell im parlamentarischen Verfahren befindet. Dabei geht es einerseits darum, unter welchen Voraussetzungen die Bundeswehr hier Amtshilfe für die Polizei leisten kann. Außerdem soll die Möglichkeit geschaffen werden, Drohnen nicht nur abzulenken, sondern auch vom Himmel zu holen.  Unter hybrider Kriegsführung wird eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln verstanden, mit der auch die öffentliche Meinung beeinflusst werden kann; auch staatlich gelenkte Cyberattacken zählen dazu. © dpa-infocom, dpa:251217-930-436097/1