Kurzarbeit: Bundestag verlängert Kurzarbeitergeld erneut auf zwei Jahre

Datum17.12.2025 14:13

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bundesregierung hat die Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld erneut auf zwei Jahre verlängert, um Unternehmen in der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheit Unterstützung zu bieten. Diese Maßnahme, beschlossen vom Kabinett und initiiert von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, reagiert auf handels- und geopolitische Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit den USA und China. Die Verlängerung bis zum 31. Dezember 2026 soll Arbeitnehmer vor Arbeitslosigkeit schützen und ermöglicht Weiterbildungsmaßnahmen. Die Gewerkschaft IG Metall begrüßt diese Entscheidung als wichtige Unterstützung in Krisenzeiten.

InhaltAuch im neuen Jahr können Unternehmen zwei Jahre lang Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten beziehen. Damit reagiert die Regierung auf die angespannte Wirtschaftslage. Die Bundesregierung hat die Bezugsdauer beim Kurzarbeitergeld um ein weiteres Jahr auf zwei Jahre verlängert. Das Kabinett beschloss eine entsprechende Verordnung von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). "Mit der Verlängerung geben wir Betrieben in Deutschland in Anbetracht derzeitiger handels- und geopolitischer Risiken Planungssicherheit für die kommenden Monate", sagte die Ministerin.  In dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Verordnungsentwurf werden als Risiken konkret die "sprunghafte Handels- und Sicherheitspolitik der USA" und der "restriktivere Export von Seltenen Erden seitens Chinas" genannt. Die Mehrausgaben für die Bundesagentur für Arbeit werden auf rund 180 Millionen Euro geschätzt. "Wir schützen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Arbeitslosigkeit und sichern ihre Einkommen", sagte Bas. Durch die Kurzarbeit frei werdende Arbeitszeitkapazitäten könnten etwa für Weiterbildungsmaßnahmen genutzt werden. Mit der Regelung können Betriebe statt der regulären Bezugsdauer von zwölf Monaten bis zu zwei Jahre Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten beziehen. Die bisherige Regelung, die ebenfalls eine Bezugsdauer von bis zu 24 Monaten vorsah, wäre ohne die Verlängerung Ende 2025 ausgelaufen. Die Verlängerung gilt bis zum 31. Dezember 2026. Im September erhielten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 209.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Damit können Betriebe Auftragsflauten ohne Entlassungen überbrücken. Die Gewerkschaft IG Metall lobte den Beschluss. Die Verordnung schaffe Sicherheit für die Beschäftigten in unsicheren Zeiten, sagte IG Metall-Chefin Christiane Benner. "Wir begrüßen diese wichtige Brücke über wirtschaftliche Talsohlen sehr." Die Frage, ob das Kurzarbeitergeld Strukturen wirklich sichere, könnten viele Menschen in den Betrieben mit einem klaren Ja beantworten, sagte Benner.