Umstrittene Abgabe: Mehr als fünf Millionen aus umstrittenen Ausbildungsfonds

Datum16.12.2025 16:14

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Bremen erhalten die ersten Betriebe Gelder aus einem umstrittenen Ausbildungsfonds, der mit 5,1 Millionen Euro startet und rund 1.600 Unternehmen unterstützt. Ab 2025 müssen größere Firmen eine Abgabe zahlen, um jährlich etwa 39 Millionen Euro zu generieren. Diese Mittel sollen Ausbildungskosten und Weiterbildungen fördern. Während Gewerkschaften den Fonds befürworten, kritisieren Wirtschaftsvertreter die zusätzliche Belastung und bestreiten die Wirksamkeit des Gesetzes gegen den Fachkräftemangel. Mehrere Unternehmen ziehen juristische Schritte in Erwägung.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Umstrittene Abgabe“. Lesen Sie jetzt „Mehr als fünf Millionen aus umstrittenen Ausbildungsfonds“. Die ersten Betriebe in Bremen erhalten Gelder aus dem umstrittenen Ausbildungsfonds. Rund 5,1 Millionen Euro werden ausgezahlt, wie das Arbeitsressort mitteilte. Knapp 1.600 Unternehmen sollen davon profitieren, darunter viele mittlere und kleinere Betriebe. Anfang kommenden Jahres fließt das nächste Geld. "Insgesamt werden ausbildende Betriebe im ersten Jahr des Ausbildungsfonds mit voraussichtlich rund 27 Millionen Euro unterstützt", teilte Arbeitssenatorin Claudia Schilling (SPD) mit. Bremens Regierung möchte mit dem Gesetz dem angespannten Ausbildungsmarkt entgegenwirken. Alle größeren Unternehmen im Land müssen seit Januar 2025 eine Abgabe zahlen. So sollen pro Jahr rund 39 Millionen Euro zusammenkommen. Aus dem Fonds sollen Ausbildungsbetriebe einen Ausgleich für die Ausbildungskosten erhalten - bis zu 2.250 Euro pro Auszubildender und Jahr. Außerdem werden mit dem Geld unter anderem Weiterbildungen für Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Sprachkurse finanziert. Während Gewerkschaften den Ausbildungsfonds unterstützen, reißt die Kritik aus der Wirtschaft nicht ab. Mehrere Kammern zogen vor Gericht - jedoch ohne Erfolg. Zahlreiche Betriebe wollen das nicht akzeptieren und gehen nun selbst juristisch dagegen vor. Aus ihrer Sicht löst das Gesetz nicht das Fachkräfteproblem, sondern bringt eine zusätzliche finanzielle und bürokratische Belastung. © dpa-infocom, dpa:251216-930-432008/1