Datum16.12.2025 15:55
Quellewww.zeit.de
TLDRHasko Weber wird neuer Intendant des Staatsschauspiels Dresden ab der Spielzeit 2027/2028 und folgt auf Joachim Klement. Kulturministerin Barbara Klepsch lobte Webers Erfahrung und Kommunikationsgeschick. Weber, ursprünglich aus Dresden, hat umfassende Theatererfahrung und war unter anderem am Staatstheater Stuttgart und dem Deutschen Nationaltheater in Weimar tätig. Er betont die Bedeutung des Ensembletheaters und plant, sich als Intendant zu fokussieren, trotz der Herausforderungen durch knappe Staatsfinanzen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Personalie“. Lesen Sie jetzt „Hasko Weber neuer Intendant des Staatsschauspiels Dresden“. Hasko Weber wird neuer Intendant des Staatsschauspiels Dresden. Er tritt sein Amt in der Spielzeit 2027/2028 an und folgt auf Joachim Klement. Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) bedachte Weber bei seiner Vorstellung mit Vorschusslorbeeren. "Er ist einer der erfahrensten Intendanten im deutschsprachigen Raum und kennt Dresden und das Staatsschauspiel durch seine langjährige Tätigkeit außerordentlich gut." Weber sei ein "ausgezeichneter Vermittler und Kommunikator, der das Verbindende zwischen unterschiedlichsten Positionen herausstellt und sich dadurch viel Respekt von allen Seite verschafft." Weber (62) stammt aus Dresden und studierte in den 1980er Jahren Schauspiel in Leipzig. Ein erstes Engagement führte ihn 1989 nach Chemnitz, damals noch Karl-Marx-Stadt. 1991 wechselte er ans Schauspiel nach Dresden, war dort später auch als Oberspielleiter tätig. Danach wirkte er als Regisseur und Intendant am Staatstheater Stuttgart und als Generalintendant und Geschäftsführer des Deutschen Nationaltheaters in Weimar. Im August 2025 übernahm er für eine einjährige Interimsintendanz das Staatstheater Cottbus. Weber war vor seiner Vertragsunterzeichnung der Belegschaft des Staatstheaters vorgestellt worden. In diesem Moment sei für sie klar gewesen, dass die Wahl Webers eine gute Wahl ist, bekannte Ministerin Klepsch. Denn der künftige Intendant sei mit sehr großer Freude empfangen worden. Man habe für die Stelle 17 Bewerbungen auf den Tisch bekommen. Sie sei froh darüber, dass die Findungskommission zu einem einstimmigen Ergebnis gelangte. Mit Weber bekomme das Staatsschauspiel eine gute Kontinuität. "Wir können damit gut in die Zukunft gehen." Weber legte ein Bekenntnis zum Ensembletheater ab. Das Staatsschauspiel Dresden sei ein großartiges Ensembletheater. Daran gelte es anzuknüpfen und das Niveau zu halten. Weber hat in seinem Dresdner Intendanten-Job auch die Möglichkeit, selbst eine Inszenierung zu machen. "Aber das ist keine gesetzte Option. Ich werde als Regisseur ein Stück weit in den Hintergrund treten, weil ich denke, dass die Aufgabe als Intendant im Vordergrund stehen muss." Es sei auch ein Generationswechsel angesagt. "Ich würde mich dann eher als Intendant denn als Regisseur sehen." Dass die Arbeit in Dresden angesichts knapper Staatsfinanzen künftig nicht unbeschwert sein wird, ist Weber klar. "Ich nehme das sehr ernst. Auf der anderen Seite sind die Diskussionen um Finanzierungen von Kulturbetrieben zyklisch intensiv." Er erlebe jetzt schon die dritte Runde davon. Klar sei aber auch: "Wenn alles so bleibt, wie es ist, dann kommen wir auch nicht weiter." © dpa-infocom, dpa:251216-930-431815/1