Datum16.12.2025 13:21
Quellewww.zeit.de
TLDRDas sächsische Kabinett hat ein Projekt zur Schaffung des "Net Zero Valley" in der Lausitz genehmigt, um die Region zu einem Vorreiter der industriellen Transformation in Europa zu machen. Ziel ist es, bis 2050 klimaneutrale Technologien wie Solar, Wind und Wasserstoff in der EU zu fördern. Wirtschaftsminister Dirk Panter betonte die Bedeutung dieser Initiative für nachhaltiges Wirtschaften und die Schaffung stabiler Arbeitsplätze, während konkrete Ansiedlungen noch nicht benannt wurden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Klimaneutrales Wirtschaften“. Lesen Sie jetzt „Sächsisches Kabinett segnet Lausitz-Projekt ab“. Die Lausitz soll zum Vorreiter der industriellen Transformation in Europa werden. Gemeinsam mit Brandenburg will Sachsen die Region zum ersten europäischen "Net Zero Valley" werden. Das sächsische Kabinett segnete das Projekt am Dienstag ab. Am Nachmittag soll es in Cottbus offiziell aus der Taufe gehoben werden. Das Vorhaben wird federführend von der Stadt Cottbus und dem Landkreis Görlitz betreut. Das Net Zero Valley ist eine Initiative der EU. Sie will mit dem Net Zero Industry Act (Netto-Null-Industrie-Gesetz) die Produktion von Schlüsseltechnologien für die Energiewende - etwa Solar, Wind und Wasserstoff - in Europa stärken. Hintergrund ist das Klimaneutralitätsziel der EU bis 2050. Mit dem Net Zero Industry Act soll die EU mindestens 40 Prozent des jährlichen Bedarfs an strategisch wichtigen klimaneutralen Technologien in Europa herstellen. "Mit dem Net Zero Valley Lausitz entsteht eine Modellregion für die Industrie der Zukunft. Wir schaffen Planungssicherheit, regen Investitionen an und geben der Lausitz eine klare Richtung - hin zu einem starken, nachhaltigen Wirtschaftsstandort", sagte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD). Die Lausitz zeige, dass man den Wandel hin zu einer klimafreundlichen Industrie nicht aufschieben kann. "Wir haben eine historische Chance, die Region als globales Zentrum für grüne Technologien zu etablieren und gleichzeitig eine stabile, zukunftsfähige Arbeitswelt für die Menschen zu schaffen." Konkrete Ansiedlungen konnte Panter nach der Kabinettssitzung noch nicht nennen. Es gehe vielmehr darum, einen Rahmen zu setzen. Man wolle dort keine klassische Industrie ansiedeln. Der Minister sieht das Valley eher als Schaufensterprojekt für nachhaltige Industriepolitik. © dpa-infocom, dpa:251216-930-430585/1