Anschlagspläne: Festgesetzter 21-Jähriger reiste legal nach Deutschland ein

Datum16.12.2025 12:15

Quellewww.zeit.de

TLDREin 21-Jähriger aus Zentralasien befindet sich in Magdeburg in Haft wegen möglicher Anschlagspläne. Er reiste 2024 legal mit einem Visum nach Deutschland und begann eine Ausbildung zum Pflegefachmann. Das Innenministerium plant eine Abschiebung aufgrund einer prognostizierten terroristischen Gefahr. Es gibt Hinweise auf islamistische Motive und Radikalisierung, einschließlich seines Interesses an Waffen und Schießtraining. Der Fall erinnert an den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt, bei dem sechs Menschen starben.

InhaltIn Magdeburg befindet sich ein junger Mann wegen möglicher Anschlagspläne in Haft. Er stammt aus Zentralasien und kam 2024 legal mit einem Visum nach Deutschland. Der wegen möglicher Anschlagspläne festgesetzte 21-Jährige in Magdeburg ist auf legalem Wege nach Deutschland gekommen. Laut Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) ist er im Juni 2024 mit einem Visum nach Deutschland eingereist. Der Mann stammt aus Zentralasien, die Nationalität nannte Zieschang im Landtag in Magdeburg nicht. Er habe im März dieses Jahres mit einer Ausbildung zum Pflegefachmann begonnen.  Ende vergangene Woche war der 21-Jährige zunächst in Gewahrsam genommen worden. Das Innenministerium bereitet eine Abschiebung aufgrund einer "auf Tatsachen gestützten Prognose zur Abwehr einer besonderen Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland oder einer terroristischen Gefahr" vor. Eine Vorbereitungshaft sei am Montagabend gerichtlich bestätigt worden, sagte Zieschang.  Nach Angaben des Innenministeriums in Magdeburg sollte dadurch ein möglicher Anschlag auf größere Menschenmengen verhindert werden. Den Plänen könnte eine islamistische Motivation zugrunde liegen, hieß es außerdem. CDU-Innenministerin Zieschang sprach von Erkenntnissen, wonach der Beschuldigte zu Anschlägen bereit gewesen und eine Radikalisierung erfolgt sei. "Er glorifizierte bestimmte Anschläge." Der Mann habe zudem Interesse für Waffen und Schießtraining gezeigt. Anfang Dezember habe er ein Waffengeschäft in Magdeburg aufgesucht, aber keine Waffe gekauft.  Der Fall wurde etwa ein Jahr nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt bekannt. Damals war ein Mann mit einem Mietwagen durch die Menschenmenge auf den Weihnachtsmarkt gefahren. Dabei wurden sechs Menschen getötet. Mehr als 300 weitere Menschen wurden verletzt.