Datum16.12.2025 10:33
Quellewww.zeit.de
TLDRFrauen in Bayern verdienen im Durchschnitt 23,22 Euro pro Stunde, was 19 Prozent weniger als das männliche Pendant entspricht. Zwei Drittel der Gehaltslücke sind auf strukturelle Unterschiede wie Teilzeitarbeit und geringere Qualifikationen zurückzuführen. Selbst nach Bereinigung dieser Faktoren bleibt ein Unterschied von 1,98 Euro oder sieben Prozent. Bayern weist damit eine größere Gehaltslücke auf als der bundesdeutsche Schnitt von sechs Prozent. Jobs im öffentlichen Sektor wurden nicht in die Berechnung einbezogen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Offizielle Statistik“. Lesen Sie jetzt „Frauen in Bayern verdienen erheblich weniger als Männer“. Frauen werden in vielen bayerischen Unternehmen nach wie vor erheblich schlechter bezahlt als Männer - auch bei vergleichbarer Tätigkeit. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamts verdiente eine Frau in Bayern in diesem Jahr im Schnitt 23,22 Euro brutto pro Stunde, das sind 5,28 Euro oder 19 Prozent weniger als der durchschnittliche Bruttostundenlohn eines Mannes. Rund zwei Drittel dieses Gehaltsgefälles sind demnach auf strukturelle Unterschiede zurückzuführen: Frauen arbeiten nicht nur häufig in Teilzeit, sondern auch in schlechter bezahlten Berufen. Zudem sind ihre Stellen in vielen Fällen niedriger qualifiziert. Doch bleibt ein Unterschied laut Landesamt auch dann, wenn diese Faktoren herausgerechnet und nur die Bezahlung vergleichbarer Arbeit in die Rechnung einfließt. Bereinigt um diese Faktoren verdient eine Frau in Bayern im Schnitt immer noch 1,98 Euro beziehungsweise sieben Prozent weniger als ein Mann. Damit ist die Gehaltslücke laut Landesamt in Bayern etwas größer als im deutschlandweiten Schnitt, der bei sechs Prozent liegt. Jobs in der öffentlichen Verwaltung, Bundeswehr und Sozialversicherung sind in den Berechnungen nach den europaweit einheitlichen Kriterien der EU-Statistikbehörde Eurostat nicht berücksichtigt. © dpa-infocom, dpa:251216-930-429665/1