Datum16.12.2025 08:34
Quellewww.zeit.de
TLDRIm kommenden Jahr werden anspruchsvolle Tarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt erwartet. Der Kommunale Arbeitgeberverband äußerte Bedenken über die Forderung der Gewerkschaft Verdi nach einer 35-Stunden-Woche, die zu erheblichen Entgeltsteigerungen führen könnte. Dies sei für den Nahverkehr finanziell nicht tragbar, während zudem der Fachkräftemangel die Personaldeckung erschwere. Die Tarifgespräche beginnen Mitte Januar, und der Verband rechnet bereits für 2026 mit Streiks in der Branche.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „ÖPNV“. Lesen Sie jetzt „Harte Tarifverhandlungen im Nahverkehr erwartet“. Der Kommunale Arbeitgeberverband in Sachsen-Anhalt erwartet harte Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr für das kommende Jahr. Insbesondere mit der Forderung nach einer 35-Stunden-Woche scheine die Gewerkschaft ein vernünftiges Augenmaß verloren zu haben, sagte Verbandsgeschäftsführerin Diana Häseler-Wallwitz. Dies würde eine zusätzliche Entgeltsteigerung bedeuten, die der öffentliche Nahverkehr in Sachsen-Anhalt nicht schultern könne. Es sei auch unklar, ob der erhöhte Personalbedarf angesichts des allgemeinen Fachkräftemangels überhaupt gedeckt werden könne. Der Arbeitgeberverband rechnet für 2026 damit auch wieder mit Streiks. Die Gewerkschaft Verdi hatte Ende November ihre Forderungen für die anstehenden Tarifgespräche im Nahverkehr veröffentlicht. Die Gespräche starten Mitte Januar. In Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen wird für knapp 20 Nahverkehrsbetriebe verhandelt. © dpa-infocom, dpa:251216-930-429295/1