Datum16.12.2025 05:00
Quellewww.zeit.de
TLDREine Umfrage von Union Investment zeigt, dass 71 Prozent der Gen Z ihren Eltern in Finanzfragen vertrauen, trotz erheblicher Wissenslücken bei den Eltern. Während das Elternhaus für 18 Prozent der Befragten die wichtigste Informationsquelle darstellt, können lediglich 54 Prozent der Eltern grundlegende Fragen zur Geldanlage richtig beantworten. Oscar Stolper von der Universität Marburg betont, dass mangelhafte Finanzkompetenz der Eltern den Kindern schadet und dass Finanzbildung über persönliche Gespräche hinausgehen sollte.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Umfrage“. Lesen Sie jetzt „Gen Z vertraut Eltern in Geldfragen – trotz Wissenslücken“. Wenn's um Geld geht, vertrauen junge Menschen überwiegend ihren Eltern. In einer Umfrage des Fondsanbieters Union Investment sagten fast drei Viertel (71 Prozent) der 1.006 Befragten, die zwischen 1995 und 2012 geboren sind, ihren Eltern komme "eine bedeutende Rolle zu", wenn es um Finanzfragen und Geldanlagethemen gehe. Bei Fragen rund um Aktien, Investmentfonds oder ETFs ist demnach für 18 Prozent der "Gen Z" das Elternhaus die wichtigste Informationsquelle vor Bankberatung (15 Prozent) und sozialen Medien (12 Prozent). Auch die Elterngeneration sieht sich unabhängig vom eigenen Wissensstand mit Abstand (89 Prozent) als wichtigster Ratgeber ihrer Kinder bei Finanzthemen. Befragt wurden - ebenfalls im April und Mai des laufenden Jahres - 1.021 Frauen und Männer der Jahrgänge 1960 bis 1990 mit einem oder mehreren Kindern, die der "GenZ" angehören. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Nachwuchsgeneration vertraut den Anlage-Ratschlägen aus dem Elternhaus am meisten. Allerdings stellte der Wirtschaftswissenschaftler Oscar Stolper von der Universität Marburg, der die Studie im Auftrag von Union Investment durchgeführt hat, erhebliche Wissenslücken fest: Nur durchschnittlich gut die Hälfte (54 Prozent) aller befragten Eltern konnte mindestens zwei von drei Wissensfragen zur Geldanlage in Aktien und Fonds richtig beantworten. 46 Prozent beantworteten gar keine beziehungsweise nur eine Frage korrekt. Stolpers Fazit: "Hängt Vermögensbildung vom Finanzwissen der Eltern ab, fehlen vielen Kindern solide Startbedingungen." Denn häufig kopieren Kinder das Anlageverhalten ihrer Eltern. Finanzbildung müsse "über Gespräche am Küchentisch hinausgehen". © dpa-infocom, dpa:251216-930-428949/1