Datum15.12.2025 20:37
Quellewww.spiegel.de
TLDRWährend des Besuchs von Ukrainens Präsident Wolodymyr Selenskyj im Bundestag fiel das Internet aus, was zu Problemen bei der Kommunikation führte. Eine geplante Videoschalte zwischen EU-Außenministern und US-Unterhändlern konnte nicht stattfinden. Die Ursache für den Ausfall wird untersucht; ob ein Cyberangriff vorlag, ist unklar. Der Vorfall erinnert an den Hackerangriff 2015 auf den Bundestag. Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist in die Ermittlungen eingebunden.
InhaltAusgerechnet während der ukrainische Präsident zu Besuch im Bundestag ist, fällt dort das Internet aus. Auch eine Schalte zu den EU-Außenministern nach Brüssel kommt deshalb nicht zustande. Die Ursache wird noch ermittelt. Zum Auftakt in die letzte und meist besonders arbeitsreiche Sitzungswoche des Bundestages hat dieser mit einem Ausfall des Internets zu kämpfen. Die Ursache und ein möglicher Zusammenhang mit dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei noch unklar, wie ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Offenbar ließen sich Mails ließen nicht mehr verschicken, auch im Intranet seien Probleme aufgetreten. Die zuständigen Stellen seien dabei, die Ursache zu ermitteln und das Problem zu lösen, hieß es. Auch das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist demnach eingeschaltet. Die IT-Systeme wurden zunächst herunter- und am späteren Nachmittag wieder hochgefahren. Auch eine geplante Videoschalte zwischen den in Brüssel tagenden EU-Außenministern und den für Ukrainegespräche nach Berlin gereisten US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner ist wegen Verbindungsproblemen nicht zustande gekommen. Derzeit versuchen die beiden Amerikaner, im Auftrag von US-Präsident Donald Trump ein Abkommen zur Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vorzubereiten. EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas erklärte in Brüssel, sie wisse nicht, ob es einen Cyberangriff gegeben habe. Klar sei aber, dass die Technik nicht richtig funktioniert habe. Der Vorfall erinnert an den Hackerangriff auf den Bundestag im Mai 2015. Computer in zahlreichen Abgeordnetenbüros wurden mit Spionagesoftware infiziert, darunter auch Rechner im Büro der damaligen Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Fünf Jahre später machte Merkel Russland schwere Vorwürfe und drohte mit Konsequenzen. Mit Blick auf Ermittlungsergebnisse des Generalbundesanwalts sprach sie von "harten Evidenzen" für eine russische Beteiligung. Der Angriff hatte zur Folge, dass das IT-System des Parlaments generalüberholt werden musste .