Datum15.12.2025 13:32
Quellewww.zeit.de
TLDRNach den tödlichen Schüssen bei einer Chanukka-Feier in Sydney bewertet das bayerische Innenministerium die Situation als sicher für die Chanukka-Feiern im Freistaat. Es gibt keine konkreten Gefährdungen, jedoch bleibt die abstrakte Bedrohung für Juden und jüdische Einrichtungen in Deutschland hoch. Die Polizei wurde angewiesen, Schutzmaßnahmen zu ergreifen und die Sicherheit während der Feierlichkeiten zu gewährleisten. In München wird die erste Kerze der Chanukka am Montagnachmittag auf dem St.-Jakobs-Platz entzündet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Angriff in Australien“. Lesen Sie jetzt „Ministerium: keine konkrete Gefahr für Chanukka-Feiern“. Nach den tödlichen Schüssen bei einer Chanukka-Feier in Sydney sehen Bayerns Behörden keine konkrete Gefahr für jüdische Feste im Freistaat. "Uns liegen derzeit keine konkreten Gefährdungserkenntnisse vor", teilte das bayerische Innenministerium mit. Für Juden und Israelis sowie für jüdische Einrichtungen in Deutschland bleibe die abstrakte Gefahr laut Bundeskriminalamt aber hoch. Bayerns Polizei sei deshalb noch am Sonntag gebeten worden, Einsatzkräfte, die Juden und jüdische Einrichtungen schützen sollen, "entsprechend zu sensibilisieren", teilte das Innenministerium mit. "Die zuständigen Polizeipräsidien ergreifen alle notwendigen Schutzmaßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Chanukka-Feierlichkeiten." Sollte sich die Sicherheitslage verschärfen, werde die Polizei "unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um den Schutz der jüdischen und israelischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sicherzustellen". Über Art und Umfang der Schutzmaßnahmen könne das Ministerium aus Gründen der Geheimhaltung keine näheren Auskünfte geben. In München sollte die erste Kerze an der Chanukkia, dem achtarmigen Chanukka-Leuchter der Israelitischen Kultusgemeinde, am Montagnachmittag auf dem St.-Jakobs-Platz in der Innenstadt entzündet werden. © dpa-infocom, dpa:251215-930-426218/1