Datum15.12.2025 12:11
Quellewww.zeit.de
TLDRThüringen plant eine Online-Bewerberplattform für die Landarztquote, um Medizinstudienplätze für angehende Ärzte zu reservieren, die sich verpflichten, in unterversorgten Regionen zu arbeiten. Die Bewerbungsphase soll vom 1. bis 31. März 2026 laufen, mit ersten Studierenden ab dem Wintersemester 2026/27. Das Gesetz sieht vor, dass 6 bis 6,8 Prozent der Studienplätze an der Uni Jena für diese Bewerber reserviert werden, um dem Ärztemangel im Land entgegenzuwirken.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Quoten-Studienplätze“. Lesen Sie jetzt „Online-Bewerberplattform für Landarzt-Studis soll kommen“. Nachdem Thüringen die Voraussetzungen für die sogenannte Landarztquote geschaffen hat, laufen nun Vorbereitungen zur Bewerberauswahl für die damit verbundenen Medizinstudienplätze. Interessierte sollen sich laut Mitteilung des Gesundheitsministeriums über eine Online-Plattform bewerben können, um an einem zweistufigen Auswahlverfahren teilzunehmen. Mit der Landarztquote will Thüringen Medizinstudienplätze für solche Bewerber reservieren, die sich verpflichten, nach dem Studium in dünn versorgten Regionen als Haus- oder Zahnarzt zu arbeiten. Das Land will damit dem zunehmenden Ärztemangel in Teilen Thüringens entgegenwirken. Geplant sei, dass Bewerbungen über die Plattform in der Zeit vom 1. bis 31. März 2026 abgegeben werden können. Die ersten Studierenden sollen dann über die Quotenregelung zum Wintersemester 2026/27 an der Uni Jena starten können, wie Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD) sagte. Zuvor musste noch eine notwendige Verordnung fertiggestellt werden, um das im vergangenen Sommer vom Landtag beschlossene Gesetz zur ärztlichen Versorgung rechtssicher aufzustellen. Das Gesetz sieht vor, dass 6 beziehungsweise 6,8 Prozent der Studienplätze in Human- und Zahnmedizin in Jena für Bewerber reserviert werden, die sich vorab zur mindestens zehnjährigen Arbeit in unterversorgten Regionen des Freistaats nach Studienabschluss verpflichten. "Das Gesetz ist eine Investition in die Zukunft, denn die Auswirkungen werden erst in einigen Jahren mit Tätigwerden der späteren Ärztinnen und Ärzte beziehungsweise Zahnärztinnen und Zahnärzte spürbar", so Schenk weiter. Mit Niederlassungsförderung für Praxisgründungen oder Praxisübernahmen unterstütze das Land mit der Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigung in Thüringen weitere Maßnahmen, um die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern. © dpa-infocom, dpa:251215-930-425707/1